Der Kreistag Vorpommern-Greifswald sucht nach dem nächsten Sitzungsort. Dafür gibt es mehrere Varianten, doch am Ende müssen so einige Punkte für einen Zuschlag zusammenkommen.
Anklam/Pasewalk.Findet die dritte Sitzung des Kreistages Vorpommern-Greifswald erneut in Pasewalk statt oder treffen sich die Parlamentarier dann doch das erste Mal am neuen Kreissitz? Oder springt etwa Anklam als Gastgeber ein, muss vielleicht gar ein anderer Ort ran? Vor diesen Fragen steht derzeit das Präsidium. Und muss alle Nuancen genau abwägen, wie Kreistagspräsident Michael Sack (CDU) unserer Zeitung sagt. Seine Intention und die der Mehrheit der Abgeordneten ist dabei aber wohl klar: Die nächste Runde soll in Greifswald über die Bühne gehen. „Ich will noch nichts über den Ort sagen, wir müssen ja erstmal prüfen, ob eine Lokalität zur Verfügung steht“, erklärte er allerdings zum Abschluss der zweiten Sitzung in Pasewalk. Schon dort hatte es ein deutlich zu vernehmendes Murren einiger Parlamentarier gegeben, die bereits am Montag auf die Universitätsstadt aus waren. Das galt insbesondere für einen Teil der CDU-Fraktion, aber auch die Linke tendierte teilweise in diese Richtung: „So richtig nachvollziehen kann ich nicht, warum wir schon wieder hier sind“, sagte beispielsweise deren Greifswalder Kreistagsmitglied Peter Multhauf. Dabei hatten die Verantwortlichen diese Variante angesichts der Tagesordnung ganz bewusst gewählt. Schließlich ging es dort unter anderem um den künftigen Kreissitz, und diese Abstimmung sollte sozusagen auf neutralem Boden stattfinden, sprich weder in Greifswald noch in Anklam. In der Universitätsstadt beständen theoretisch gleich zwei Möglichkeiten, den 69-köpfigen Kreistag und seinen Tross ordentlich unterzubringen, so Michael Sack: zum einen in der Stadthalle, zum anderen im Saal der Sparkasse. In Anklam käme derweil das Volkshaus in Frage, in Pasewalk der bereits bewährte Saal der Kreisverwaltung in der Kürassierkaserne. Und falls alle Stricke reißen, bliebe sogar noch der Saal der Diakonie in Züssow als Ausweichmöglichkeit. Allerdings sei der finanzielle Aufwand eine nicht unwesentliche Frage: „Ich sehe nicht ein, dass wir Unmengen von Geld ausgeben für einen Tagungsort, wenn wir das kostenlos haben können“, stellt der Präsident klar. Daher sehe er hier auch jene in der Bringschuld, die immer hier schreien, wenn es um kreisliche Aufgaben geht: „Ich möchte sehen, dass uns die Städte da entgegenkommen.“ Daneben gelte es allerdings, gewisse infrastrukturelle Bedingungen zu erfüllen – vom Catering bis zur Bereitstellung von guter Kopiertechnik. Das alles werde gegenwärtig für die verschiedenen Standortvarianten abgeklärt. Und nicht zuletzt entscheide dann die Verfügbarkeit zum Sitzungstermin über den Tagungsort.