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Sie ist das freundliche Gesicht der „Pomerania“ in der Kreisstadt

Izabela Kattner hat Antworten auf viele Fragen. Sie ist die Mitarbeiterin der Außenstelle Greifswald des Service- und BeratungsCentrums der Euroregion Pomerania.   Foto: U. Rosenstädt
Izabela Kattner hat Antworten auf viele Fragen. Sie ist die Mitarbeiterin der Außenstelle Greifswald des Service- und BeratungsCentrums der Euroregion Pomerania. Foto: U. Rosenstädt

VonUlrike Rosenstädt

Von ihrer Lieblingsstadt Krakau nach Greifswald
zu ziehen – für Izabela Kattner kein Problem.
Sie ist die Frau,
die in Sachen Kontakt
zur Pomerania genau
weiß, wie es lang
geht.

Greifswald/Uecker-Randow.Sie ist sicher, mit der Stadt Greifswald schnell warm zu werden. Schließlich hat Izabela Kattner in einer großen Studentenstadt gelebt – in Krakau. Lebendigkeit, Kultur und das studentische Flair mag sie sehr. Vor knapp acht Wochen ist die studierte Germanistin in Greifswald beruflich und in der Region auch privat vor Anker gegangen. Der maritime Ausdruck ist durchaus erlaubt, denn es ist gerade die Nähe zum Wasser, die ihr so gut gefällt.
Doch bevor wir uns darüber unterhalten, wie schön es am Ryck ist und wie erholsam Wochenendausflüge auf die Insel Rügen sein können, kommen wir zu dem, was bei Izabela Kattner derzeit im Fokus steht – die Arbeit. In Greifswald ist sie die Frau in der Außenstelle des Service- und BeratungsCentrums der Euroregion Pomerania Neubrandenburg. Noch vor einigen Wochen tat sie dies in Löcknitz. Von Löcknitz nach Greifswald zu ziehen, hat der gebürtigen Schlesierin überhaupt nichts ausgemacht. „Es hat mit meiner familiären Situation sehr gut zusammen gepasst, und ich kann jetzt schon sagen, dass die Arbeit mir viel Spaß macht. Unser Büro wird schon jetzt oft kontaktiert, und das ist gut so“, strahlt die Polin viel Optimismus und Lebensfreude aus. Beides wirkt ansteckend und macht neugierig auf die nächsten Projekte. Die sind natürlich alle grenzüberschreitend angelegt – schließlich geht es bei der Pomerania darum, deutsche und polnische Firmen, Bürger auf beiden Seiten sowohl wirtschaftlich als auch kulturell enger miteinander zu vernetzen. Zu den Aufgaben der Neu-Greifswalderin gehören unter anderem das Organisieren von Foren in den Bereichen Tourismus, Baubranche, Ernährung. Beim nächsten größeren deutsch-polnischen Unternehmerforum im Oktober geht es um die Ernährungswirtschaft als Wachstumsbranche in der Euroregion Pomerania. Interessierte sind willkommen und können sich ab sofort bei Izabela Kattner anmelden. „Es geht bei meiner Arbeit aber auch darum, Unternehmen zu beraten und bei den ersten Treffen mit potenziellen deutschen Geschäftspartnern mit dabei zu sein, um Sprachbarrieren zu überwinden und Berührungsängste abzubauen“, sagt die 32-Jährige. Izabela Kattner erzählt, dass sich häufig auch Polen, die in Deutschland Arbeit haben, an sie wenden und um Unterstützung vor allem vor Behördengängen bitten. Greifswalds Oberbürgermeister Arthur König ist heilfroh, dass es in seiner Stadt nun wieder ein Pomerania-Büro gibt. „Wir wollen Greifswald weiter als Technologiestandort ausbauen, und
da können wir jede Unterstützung und fachliche Beratung sehr gut gebrauchen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit hier vor Ort“, sagte er am Rande der Vorstellung des Museumshafen-Projektes. Der wird übrigens in den nächsten Monaten Dank einer Förderung über Interreg IV A weiter ausgebaut. Die Greifswalder und ihre Gäste können sich auf neue Sitzmöglichkeiten, einen weiteren Bootsanlegesteg und schließlich einen Platz am Fangenturm freuen, der zum Verweilen einlädt. Die Zeit der unbefestigten Wege und Schlammpfützen soll dort spätestens 2014 vorbei sein.
Am Museumshafen möchte Izabela Kattner während der Sommermonate auch
einmal den einen oder anderen Feierabend verbringen. „Die Nähe zum Wasser ist einfach herrlich“, schwärmt die junge Frau. Und so ein lauer Sommerabend ist nach einem langen Bürotag im Technologiezentrum ganz
sicher eine schöne willkommene Abwechslung.

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