
| Insolvenzen |
von Redaktion
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Zappenduster sieht es aus bei dem Solarenergieunternehmen Solon und seinem in Greifswald ansässigen Tochterunternehmen. Am Dienstag beantragte der Konzern die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Bis Anfang 2011 gehörte die Solon Nord noch zu den größten vorpommerschen Arbeitgebern. Wie die Zukunft der verbliebenen 21 Mitarbeiter in Greifswald aussieht, ist unklar. Beim Firmensitz in Berlin ist inzwischen ein Insolvenzverwalter eingetroffen, mehr sagen könne man derzeit nicht, erklärte Pressesprecherin Sylvia Ratzlaff. Als beunruhigendes Zeichen für Stadt und Region bezeichnete Greifswalds Oberbürgermeister Arthur König die Insolvenz. Auch für den Elektronik-Dienstleister ml&s, der fast 700 Menschen in der Region beschäftigt, brechen viele Aufträge weg. Etwa zehn Prozent des Jahresumsatzes kamen bisher durch Solon. „Das klingt zwar viel, wird uns aber nicht in die Knie zwingen“, beruhigt Geschäftsführer Udo Possin. Zwar gehören Maschinen und Bauteile im Werk des Dienstleisters der Solon, man könne aber ohne große Probleme umdisponieren. Über die aktuell offenen Rechnungen bestünden Bürgschaften.
Eine solche könnte das Land MV noch teuer zu stehen kommen. Schwerin hatte im Frühjahr 2010 eine Ausfallbürgschaft in Höhe von neun Millionen Euro übernommen. Bund und Länder stehen bei dem ehemaligen Vorzeigeunternehmen für insgesamt 146 Millionen gerade.
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