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Syrbes Büro-Bingo: Es bleibt beim BiG

Von unserem Redaktionsmitglied Gabriel Kords

War das jetzt wirklich die letzte Runde in Barbara Syrbes Büro-Bingo? Der Kreis sagt: Ja! Doch die Erfahrung lehrt: Vielleicht auch nicht.

Greifswald. Wie Kreis-Sprecher Achim Froitzheim auf Anfrage sagte, hat der Kreisausschuss erneut darüber beraten, in welche Immobilie in Greifswald Landrätin Barbara Syrbe (Die Linke) mit ihrer Verwaltung einziehen soll. Zur Erinnerung: Erst fand sich keine passende Immobilie, dann gab es Zweifel am Vergabeverfahren. Seit Dezember prüfte das Innenministerium, ob bei der Auswahl der Immobilie des früheren Bildungszentrums BiG, die den Greifswalder Stadtwerken gehört, alles rechtmäßig war – oder ob ein zweiter Bieter, die Firma „Vario“, bei der Vergabe benachteiligt wurde. Kürzlich gab es Grünes Licht aus Schwerin. Jetzt prüften die Mitglieder des Kreisausschusses die beiden Angebote aber erneut. Genau das hatten sie im September unterlassen, als sie sich zum ersten Mal für das BiG entschieden. Am Ende hieß es erneut und einstimmig: Es bleibt dabei, der Kreis zieht zum BiG. Die Stadtwerke holen sich damit einen sicheren Mieter über Jahre hinaus.

Doch machten sie tatsächlich des beste Angebot – oder wurde das städtische Unternehmen bevorzugt? Derartige Vermutungen wiederholte Vario-Geschäftsführer Walther Junior vergangene Woche.

Kreis-Sprecher Froitzheim sieht es anders: Der Ausschuss habe sich nur noch einmal mit der Sache beschäftigt, weil inzwischen klar sei, dass der Kreis mehr Fläche braucht als ursprünglich geplant. Erst sollte die Landrätin nur mit 70 Leuten nach Greifswald ziehen – nun sollen es über 100 sein. Bis es losgehen kann, muss aber erst noch der Haushalt verabschiedet werden. Das wird nicht vor Mai der Fall sein.

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