Die Uni-Mitarbeiter Almuth Clemens, Ines Kaulitz und Monique Wöll (v.l.) wollen die Öko-Bilanz der Uni verbessern. Ein erster Schritt war die Anschaffung von Dienstfahrrädern. FOTO: Kords
Von unserem Mitarbeiter Gabriel Kords
Die Universität will mehr zum Klimaschutz beitragen als nur mit Öko-Papier und Stromsparen. Über die Aktivitäten informiert jetzt eine neue Broschüre.
Greifswald.Wenn Uni-Mitarbeiter in Greifswald eine Dienstfahrt machen, stehen ihnen seit 2011 nicht nur Dienstautos zur Verfügung, sondern auch Fahrräder. 16 Diensträder schaffte die Uni für ihre Mitarbeiter an, die seitdem mit einer Chipkarte benutzt werden können. Die Resonanz war so gut, dass demnächst weitere Räder kommen sollen. Aufs Jahr hochgerechnet lassen sich so Hunderte Kilo Treibhausgase einsparen. Die Idee für die Räder kam von einer Arbeitsgruppe aus Professoren, Studenten und sonstigen Mitarbeitern, die sich seit 2011 mit der Frage beschäftigt, wie die Uni nachhaltiger arbeiten kann. „An einer Universität interessiert natürlich vor allem die Forschung zum Thema Nachhaltigkeit“, sagt Uni-Sprecher Jan Meßerschmidt. In einer neuen Broschüre informiert die Uni stolz, dass sich zwölf Forschungsprojekte um dieses Zukunftsthema drehen. Das Spektrum ist breit gefächert und verteilt sich auf immerhin drei der fünf Fakultäten. So setzt sich etwa der Politikwissenschaftler Detlef Jahn mit der Frage auseinander, wie intensiv sich Staaten weltweit mit dem Klimaschutz beschäftigen. Der Jurist Michael Rodi forscht unter anderem über Elektromobilität und wie sich das deutsche Umweltrecht verbessern lässt. Der Fachbereich Landschaftsökologie widmet sich auf ganzer Bandbreite dem Thema Nachhaltigkeit. Dort ist auch das Projekt „CO2-Neutrale Universität“ angesiedelt, mit dem sich die Uni das ehrgeizige Ziel gesetzt hat, in den nächsten Jahren ihren Kohlendioxid-Ausstoß sukzessive auf Null zu senken. Derzeit verbraucht die Hochschule rund 8000 Tonnen des schädlichen Gases pro Jahr, zusammengesetzt aus Strom, Heizung und Auto-Abgasen. Nun kümmert sich die Projekt-Mitarbeiterin Monique Wölk einzig um die Frage, wie sich die Treibhausgase einsparen lassen. Pläne hat sie bereits reichlich. Beim Neubau des Rechenzentrums soll die Abwärme der Hochleistungs-Computer zum Heizen genutzt werden. Einen wichtigen Bestandteil werden auch die Ländereien der Universität – Hunderte Hektar Waldfläche – spielen. Auch dort soll geprüft werden, ob sich beim Thema Nachhaltigkeit noch etwas verbessern lässt.