
| Landkreise/Kreisfreie Städte |
von Redaktion
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Eine Schlüsselstellung haben dabei der Finanzausschuss und der Ausschuss für Bau, Wirtschaft, Verkehr, Kreisentwicklung und Tourismus. Jüngst der hat sich der designierte Vorsitzende des Finanzausschusses, Jörg Hochheim (CDU), gegen regionale und lokale Verteilungskämpfe und für eine allgemein nützliche Betrachtung aller Belange sowie Prioritäten im Interesse der Entwicklung des Gesamtkreises ausgesprochen. Nun meldet sich in diesem Sinne auch sein wohl künftiger Amtsbruder im Bau- und Wirtschaftsausschuss, Frank Hardtke (Kompetenz für Vorpommern) zu Wort. „Wenn in der Ausschussarbeit die Befriedigung von Einzelinteressen in den Vordergrund rückt, kommen wir im Kreis nicht voran“, sagt er.
Wie aber soll ein Ausschussmitglied aus Greifswald über einen Investitionswunsch aus Torgelow befinden? „Bei der Größe des Kreises fehlt vielen doch der örtliche Zugang“, gibt Hardtke zu bedenken. Er empfiehlt den politischen Kräften, sich auf einen „fachlichen Unterbau“ in der Fläche zu stützen. Mit dessen Hilfe könne dann eher beurteilt werden, ob Egoismen durchgeboxt werden sollen oder ob es sich ein sachlich begründetes Allgemeininteresse handelt.
Beispiel Straßenbau. Allein auf der Fläche des Altkreises Ostvorpommern gibt es knapp 500 Kilometer Kreisstraßen. Welche Herausforderungen damit verbunden sind, haben die beiden letzten Winter gezeigt.
Der Hilfeschrei der Nutzer die Kreisstraße OVP 2, die von Neuenkirchen bei Greifswald über Karrendorf –Leist nach Mesekenhagen führt, gellt noch in vieler Ohren. Eine behelfsmäßige Auffüllung der Straße hat aus einer Kraterlandschaft eine Hoppelpiste gemacht. Lothar Brand (SPD) ist Mitglied im Bauausschuss und wird sich gewiss für eine grundlegende Sanierung dieser Straße einsetzen.
Aber nicht nur das. Brandt sagt, die SPD-Fraktion fordere von der Verwaltung einen Überblick über die Straßensituation im Großkreis. Eine Prioritätenliste sollte erstellt werden, aus der „eindeutig hervorgeht, welche Straßen umgehend saniert werden müssen“, sagt Brandt. Nur so könnten regionale Verteilungskämpfe umgangen werden.
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