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von Eckhard Kruse
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Der „Friedhof der verschmähten Bücher“ war eine geniale Idee der beiden Bibliothekarinnen in Stavenhagen. Und sie brachte einen vollen Erfolg. Insgesamt 67 Bände wurden von den Nutzern der Stadtbibliothek vom Nichtgelesen-Dasein errettet. Die Bücher werden nun wieder in die Regale der Ausleihe einsortiert. Für die anderen 33 Bücher – die für einen Monat eine letzte Chance bekamen – nützte jedoch auch die hervorgehobene Stellung in der Sonderausstellung nichts. Sie werden nun aussortiert und auf einem Bücherflohmarkt angeboten. Ausgenommen davon sind Klassiker der Weltliteratur – sie bleiben in den Regalen und kommen nicht in den „Reißwolf“.
Janett Will, Leiterin der Bibliothek, ist froh, dass die Aktion einen so großen Zulauf fand. Insgesamt 78 Besucher interessierten sich für die „Ungelesenen“. Manch einer nahm auch gleich eines oder mehrere Bücher zum Lesen mit nach Hause. „Darunter sind wahre Schätze der Weltliteratur“, schätzt Janett Will ein. So „Meilensteine der Archäologie“, „Ostpreußische Sagen“, „Abenteuergeschichten der Weltliteratur“, „Jüdische Märchen“, „40 Jahre Bundesliga“ und „Geliebter fremder Mann“. Auch die lange verschmähten Klassiker rückten wieder ins Blickfeld der Leseratten: „Effi Briest“ von Fontane, „Die Judenbuche“ von Annette Droste-Hülshoff, „Eine Evastochter“ von Balzac oder „Jahrmarkt der Eitelkeiten“ von Thakeray.
Weil der Erfolg so groß war, wollen die beiden Frauen 2013 wieder eine solche Ausstellung organisieren. Diese Büchergalerie soll dann noch größer werden.
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