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Anlieger entscheiden sich gegen neue Fahrbahnen

VonTorsten Bengelsdorf

Demokratie beim Straßenbau: Für neues Pflaster nach den Kanalarbeiten kommt bei einer Befragung nicht die erforderliche Mehrheit zusammen.

Gnoien.Die Anwohner haben es so gewollt: In der Bischoff- und in der Fritz-Reuter-Straße wird sich nach den anstehenden Kanalarbeiten am Straßenzustand nicht viel ändern. Bei der Befragung der Grundstückseigentümer haben sich nicht genügend Befürworter für einen Ausbau der Fahrbahnen gefunden, erläutert Bürgermeister Hans-Georg Schörner (SPD) nach Auswertung der Briefaktion. „In der Bischoffstraße bleibt es damit bei der einfachen Variante, das heißt, das Kopfsteinpflaster wird nach dem Kanalbau wieder verlegt. Die Reuterstraße behält ihre wassergebundene Oberfläche“, so das Stadtoberhaupt. Noch nicht entschieden sei in der Reuterstraße über den Gehwegbau.
Der Abwasserzweckverband werde allerdings erst im Jahr 2014 anrücken, um seine alten Wasserleitungen in diesem Bereich aus der Erde zu holen und durch neue zu ersetzen.
Die Stadtväter hatten die Hürden bei ihrer Befragung ziemlich hoch angelegt. So hätten sich in der Bischoffstraße mindestens 80 Prozent der Anlieger für eine neue Fahrbahn entscheiden müssen, in der Reuterstraße lag die Grenze bei 70 Prozent.
Dass es die Warbelstadt mit solchen Umfragen ernst meint, hatte sie gerade beim Ausbau der Wettringer Straße bewiesen. „Hier wollten wir eigentlich Asphalt. Doch die Bürger haben sich für das Pflaster entschieden und sind auch bereit, die Mehrkosten zu tragen“, blickt der Bürgermeister zurück.
Auch in der Sülzer Siedlung, der bis zum Jahr 2016 der Tief- und Straßenbau ins Haus steht, könne er sich eine solche Art Bürgerbeteiligung vorstellen, meint Schörner.

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t.bengelsdorf@nordkurier.de

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