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Arbeitsmarkt: Saisoneffekt diesmal später

Malchin.„Wir haben in der Region Malchin einen robusten Arbeitsmarkt“, sagt Ronny Steger von der Arbeitsagentur in Neubrandenburg. Damit wolle er ausdrücken, dass sich zwar Euro- und Finanzkrise nicht so sehr bemerkbar machten, sich aber auch kein größerer Sprung nach vorn abzeichnete.
Auf 16,4 Prozent ist die Arbeitslosenquote im Mai gesunken. Damit sind 168 Frauen und Männer weniger arbeitslos gemeldet als noch im April. 108 davon kamen aus dem SGB-III-Bereich, also Leute, die das sogenannte Arbeitslosengeld I beziehen. Das bestätige die Tatsache, dass Langzeitarbeitslose nicht so schnell wieder einen Platz auf dem Arbeitsmarkt finden. Mit 42,7 Prozent ist ihr Anteil an den Arbeitslosen sehr hoch. Die Gruppe der Älteren (über 50 Jahre) wird mit 39,5 Prozent aufgeführt. Durch den langen Winter habe es den Saisoneffekt diesmal später gegeben. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote übrigens 16,5 Prozent.
Allerdings sei das Angebot der offenen Stellen rückläufig, erklärt der Arbeitsmarktexperte. Der Bestand sei im Mai um 14 Stellen auf 49 gesunken, im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es zehn Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten 27 neue Arbeitsmöglichkeiten im Mai. In diesem Jahr gingen damit 123 Arbeitsstellen bei der Agentur ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum sei das eine Abnahme von 22.
In der Nachbarregion Teterow beträgt die Arbeitslosenquote im Mai 11,9 Prozent.isd

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