Januar 5, 2012
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Leute von Redaktion

Auf Bienenweide soll es künftig so richtig summen

Silvio Lipinski (links) wird über Bürgerarbeit im Park der Wassermühle Ziddorf eine Bienenweide anlegen. Heiko Ludewig unterstützt ihn.  FOTO: Pagenkopf
Silvio Lipinski (links) wird über Bürgerarbeit im Park der Wassermühle Ziddorf eine Bienenweide anlegen. Heiko Ludewig unterstützt ihn. FOTO: Pagenkopf
Von unserem Redaktionsmitglied
Simone Pagenkopf

Über Bürgerarbeit verwirklicht der Wassermühle-Verein im Ziddorfer Park dieses Projekt und hat ein zweites auch schon im Blick.

Ziddorf.Das Terrain kennt Silvio Lipinski gut. Zwei Jahre hat der Mann aus Rothenmoor über einen 1-Euro-Job in der Wassermühle Ziddorf gearbeitet. Jetzt geht er ein neues Projekt an. Eine Bienenweide legt er im Park an. Dafür hat der Wassermühle-Verein Bürgerarbeit beantragt. Für drei Jahre ist das Projekt genehmigt, die Stelle von Silvio Lipinski erst einmal für ein Jahr. Vereinsvorsitzende Susanne Conrath hofft aber, dass sie verlängert wird. Kniet sich Silvio Lipinski doch so richtig in das Projekt rein. „Man will ja auch selbst sehen, was man hier fertig kriegt. Das macht dann auch stolz“, sagt er.
Es ist eine Menge Arbeit – Handarbeit –, die Silvio Lipinski vor sich hat. Jetzt ist er erst einmal dabei, rund 1000 Quadratmeter für die Bienenweide vorzubereiten. Baumstubben müssen ausgegraben werden, Steine werden beiseite gerollt, das hucklige Gelände muss ein Stück weit geebnet werden, an vielen Stellen steht Wasser. „Es wäre schon schön, wenn uns hier jemand mit Technik unterstützen würde und alles glatt schiebt“, meint Susanne Conrath.
Im vergangenen Jahr hatte sie sich mit Hilfe der Gemeinde über die Flurstücke hinter der Wassermühle informiert. Mit der Gemeinde wurde ein Nutzungsvertrag geschlossen, mit der BVVG ein Pachtvertrag und am Ende das Areal mit jetzt ca. einem Hektar fast verdoppelt. „Das heißt natürlich nicht, dass wir hier machen können, was wir wollen“, sagt Susanne Conrath. Ideen werden besprochen, Genehmigungen eingeholt. Das Projekt „Bienenweide“ resultiert zum Beispiel aus der Zusammenarbeit mit Alexander Ensikat. Der Bürgermeister der Nachbargemeinde ist Imker und hat bereits seit zwei Jahren Bienen im Ziddorfer Park. „Wir wollen sie nicht nur als Schauobjekt, sondern auch ganzjährig ernähren. Das ist für uns Neuland und auch eine ordentliche Herausforderung, denn eine Bienenweide muss so viele Monate wie möglich blühen“, macht Susanne Conrath deutlich. Erste Tipps für Futterpflanzen hat sie: Senf, Phacelia, Lupinen, Kornblumen. Nichtzuletzt soll die Bienenweide auch für Besucher erlebbar sein. Und das über Infotafeln hinaus. Silvio Lipinski wird einen Rundweg anlegen, Bänke bauen.
Ganz allein steht er nicht da. Heiko Ludewig, der einen Mini-Job als Hausmeister hat und darüber hinaus viel ehrenamtlich in der Wassermühle hilft, packt auch jetzt mit an. Und der Verein will mit ihm ein weiteres Projekt über Bürgerarbeit verwirklichen, das sich quasi nahtlos an die Bienenweide anschließt. Von hier soll nämlich der Wanderweg ausgebaut werden. Dafür ist bereits eine zweite Brücke in Arbeit. Da der Weg entlang des Ziddorfer Mühlenbachs und zum Hauptwanderweg rund um den Malchiner See führt, gibt es noch eine Idee. Heiko Ludewig will einen Barfußweg im Bach anlegen. Hier können Spaziergänger dann nicht nur kneipen, sondern auch mit ihren Füßen verschiedene Materialien ertasten. Susanne Conrath hofft, dass dieses Projekt genauso unkompliziert bewilligt wird, wie das erste. Im April würden die Ziddorfer gern loslegen.
Erst einmal aber geht es an der künftigen Bienenweide voran. So lange das Wetter mitspielt, kann Silvio Lipinski draußen im Park arbeiten. Sollten Schnee und Frost kommen, wird er sich um den Bau von Sitzgelegenheiten kümmern. „Unser Ziel ist es aber schon, dass diesen Sommer schon was auf der Bienenweide zu sehen ist“, blickt Susanne Conrath voraus.

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