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Auf Schusters Rappen durch das Jahr

Otto Wasmund (rechts) hat einen Nordkurier-Artikel über eine Baumpflanzung vor 20 Jahren aufbewahrt.  FOTO: Eberhard Rogmann
Otto Wasmund (rechts) hat einen Nordkurier-Artikel über eine Baumpflanzung vor 20 Jahren aufbewahrt. FOTO: Eberhard Rogmann

Von unserem RedaktionsmitgliedEberhard Rogmann

Schon 20 Jahre wandern die „Auerhähne“, doch erstmalig auf einer Tour in zwei Jahreszeiten.

Teterow.Aufgebrochen sind zwei Dutzend Frauen und Männer zu ihrer Jubiläumstour am Sonnabendmittag im Frühling. Die Sonne scheint warm, die Vögel trällern, Passanten schlendern Eis schleckend durch den Park, als Peter Damerow, Vorsitzender des Wander- und Traditionsvereins Teterower Auerhahn, das Zeichen zum Aufbruch gibt. Es geht in die heimischen Heidberge. Drei Wochen zuvor hatte der Verein mit einem kleinen Fest seine Gründung vor 20 Jahren gefeiert. Forsch schreiten die Wanderfreunde aus und haben mal gerade zwei Kilometer zurückgelegt, als sie im Winter landen. Knöcheltief liegt der Schnee. Stellenweise ist es gefährlich glatt. Am Sattel des Mieckower Weges halten sie inne. Hier steht ein Zeugnis ihrer frühen Tage – eine Kastanie. Otto Wasmund zieht aus der Tasche einen Nordkurier-Artikel vom 6. November 1993. Der berichtet über die Pflanzung des Jungbaumes durch die Auerhähne. Es sollte bei weitem nicht der letzte bleiben.
Hier ist der Punkt, da die Gruppe sich teilt. Die meisten folgen Gerd-Uwe Engelke Richtung Ehrenmal und schlagen den Panoramaweg auf der Höhe ein. Ein Terrain, dass mancher von Kindesbeinen an kennt. Langeweile kommt dennoch nicht auf. Schon weil die Landschaft in steter Veränderung ist. Wanderführer Gerd-Uwe Engelke hat sich detailliert auf diese Tour vorbereitet. Mit ihm lernt man Altvertrautes völlig neu zu sehen. So die beiden Birken auf der Kuppe des Rodelberges. „Ein erstaunliches Paar. Die rechte ist eine Sandbirke, die auf trockenen Standorten wächst. Links steht ein Moorbirke, die das Feuchte bevorzugt. Beide gedeihen hier in trauter Eintracht.“ Fast zu jedem bemerkenswerten Baum im Revier hat Engelke eine Geschichte parat. Es gibt viel zu erzählen, aber die Zeit drängt, will man die andere Gruppe nicht allzu lange warten lassen. Die hat sich unter Führung von Dieter Schlepps über den Mieckower Weg, in den Wald zur alten Kieskuhle begeben. Dort wird zum guten Schluss mit einem Glas Sekt angestoßen. Ihre nächste Wanderung, da sind die Auerhähne zuversichtlich, wird endlich durch den Frühling führen.

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