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Behren-Lübchiner bereiten ihren Störchen ein Nest

VonSimone Pagenkopf

Alles bereit für ein gemütliches Heim: Nachdem das alte Domizil der Adebare kaputt gegangen war, drohte die Gemeinde „storchenlos“ zu sein.

Behren-Lübchin.Dass die Adebare dem Dorf den Rücken kehren könnten – unvorstellbar. Nicht nur für Andy Jarysek. Wobei der schon von Kind an eine besondere Beziehung zu den Störchen hat. Immerhin war es sein Großvater – Opa Brill, wie er auch vom Teterower Storchenbeauftragten Wolfgang Schmidt immer genannt wurde –, der seit jeher nach den Störchen in Behren-Lübchin schaute. Als gelernter Schmied war er es auch, der einst die Nisthilfe im Dorf baute. Und die haben die Störche immer angeflogen, weiß Wolfgang Schmidt.
Im letzten Herbst stürzte das Nest ab. „Das war vorauszusehen“, räumt Wolfgang Schmidt ein. „Wir wussten, dass wir hier etwas tun müssen. Der Mast selbst war inzwischen im Kopf verfault. Er hatte sich gleich mit Andy Jarysek und weiteren Männern getroffen und besorgte erst einmal eine neue Nisthilfe aus Metall. Jetzt machten sich die Behren-Lübchiner selbst ans Werk. Zuerst haben Armin Vogel, Henry Florkowski und Andy Jarysek die Überreste des alten Nestes abgebaut. Von der Elektrofirma Wolfgang Werner bekamen sie einen neuen Mast, den Alwin Rieck und Andy Jarysek vor ein paar Tagen aufstellten. Allein mit Man-Power, ohne technische Hilfe ging das natürlich nicht. Die bekamen die beiden vom Landwirtschaftsbetrieb Daniel Weißenbacher aus Groß Nieköhr. Und letztlich machte sich Reinhard Brill noch ans Flechten, damit für die Ankunft der Adebare alles vorbereitet ist.
„Das haben sie gut gemacht“, freut sich der Teterower Storchenbeauftragte, der sich bei den Männern bedankt, dass sie sich gleich um alles kümmerten. Inzwischen hat der Storch das neue Nest auch schon angeflogen, weiß er. Nun muss sich nur noch das Paar niederlassen und erfolgreich brüten. Im vergangenen Jahr zogen die Störche in Behren-Lübchin übrigens drei Junge auf.

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s.pagenkopf@nordkurier.de

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