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Bei der Armee für Urlaubstage Blut gespendet

Katrin Becker überreichte Blumen an Hanneliese Woltersdorf (rechts) aus Thürkow.  FOTO: Sieglinde Seidel
Katrin Becker überreichte Blumen an Hanneliese Woltersdorf (rechts) aus Thürkow. FOTO: Sieglinde Seidel

Von unserer Mitarbeiterin
Sieglinde Seidel

Hans-Joachim Koroch aus Teterow hat bereits 100 Mal Lebenssaft gegeben. Der DRK-Kreisverband lud Blutspender ein.

Teterow/Güstrow.Ein großes Dankeschön gab es für Frauen und Männer, die 25, 50, 75, 100 Mal von ihrem kostbaren Lebenssaft, nämlich ihrem Blut, etwas gespendet haben. Dank sagte das Deutsche Rote Kreuz auch denjenigen, die immer wieder ehrenamtlich helfen, wenn es um die Vorbereitung der Spende-Aktionen geht. Sie alle wurden zum Abendessen mit anschließendem Tanz in die Güstrower Viehhalle eingeladen. Besonderen Applaus aber erhielten die beiden Bützower Günter Schwarz und Peter Bandow, die bereits 125 Mal zur Spende gegangen sind. „Bei der Armee bin ich zum ersten Mal zur Blutspende gegangen, um meinen Sold etwas aufzubessern“, erzählt Günter Schwarz. Nach einigen Jahren Pause ging er später wieder Blut spenden, in den letzten Jahren regelmäßig. „Wir hatten in der Familie einen schweren Krankheitsfall, da wurde es zur Routine“, so der 66-Jährige.
Auch Hanneliese Woltersdorf aus Thürkow spendet seit Jahrzehnten. Ihr wurde für 50 Spenden gedankt. „Als Studentin habe ich mit dem Blutspenden angefangen“, sagt die heute 54-Jährige. Sie fand es gut und ist bis heute dadurch immer „unter Kontrolle“. „Ich kenne außerdem viele, die Blut benötigen. So kann ich wenigstens etwas helfen“, sagt Hanneliese Woltersdorf.
Hans-Joachim Koroch aus Teterow hat sich bereits 100 Mal Blut abzapfen lassen. „Bei der Armeezeit haben wir immer am Wochenende Urlaub bekommen, wenn wir Blut gespendet haben“, erzählt er von seiner Anfangszeit. Heute geht er regelmäßig vier Mal im Jahr, wenn er gesund ist und es zeitlich einrichten kann. „Mit geht’s gut danach und vielleicht brauche ich auch selbst mal Blut“, erklärt er.
Insgesamt kann der Kreisverband Güstrow auf ein gutes Jahr 2012 schauen. 6430 Spenden wurden abgegeben. Bei 143 Terminen wurden durchschnittlich 45 Spender gezählt. „Wir danken für die große Spendenbereitschaft, durch die es möglich ist, Krankenhäuser und Arztpraxen in Mecklenburg-Vorpommern mit Blutkonserven zu versorgen“, so Silke Hufen, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit im Blutspende-Institut Rostock. Mit 478 Neuspendern sei sogar ein kleiner Anstieg der Erstspender zu verzeichnen. Immer häufiger würden Wochenendtermine für Spende-Aktionen genutzt. „Samstags kamen im Durchschnitt 50 Spender“, so Silke Hufen. Darum werde man weiterhin am Wochenende die Möglichkeit zur Spende anbieten.
Für viele der mehr als 160 eingeladenen Spender und Helfer ist die Blutspende zur Normalität geworden. „Man tut etwas Gutes und das eigene Blut wird regelmäßig untersucht“, sind auch Dietmar Ebert aus Sukow-Marienhof und seine Schwester Margit aus Gehmkendorf überzeugt. Beide haben eine eher seltene Blutgruppe. Sie alle wissen, dass tagtäglich Blutpräparate bei Operationen und Transplantationen, aber auch bei Krebserkrankungen immer wieder benötigt werden. „Pro Tag werden in M-V 400 Blutpräparate gebraucht“, weiß Silke Hufen. Auch betonte sie, dass das hier gespendete Blut im Land bleibe. Darum appellierte sie an die anwesenden Damen und Herren auch weiterhin, wenn es möglich ist, Blut abzugeben. Damit auch 2013 auf die notwendigen Blutkonserven zurückgegriffen werden kann. Den 22. Juni können sich alle Blutspender schon einmal vormerken. Dann plant das DRK einen Blutspende-Marathon mit Kinderbetreuung, Kultur-Acts und Überraschungen.

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