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Bürgerbeauftragter „beäugt“ jetzt Malchiner Stadträte

VonEckhard Kruse

In der Sprechstunde von Matthias Crone wünschten Einwohner Aufklärung zum Streit um zu viel gezahlten Aufwandsentschädigungen. Kritik gab es auch am Jobcenter.

Stavenhagen/Malchin.Mit der Aufwandsentschädigung für zwei Malchiner Stadträte ist nun auch der Bürgerbeauftragte des Landes beschäftigt. Wie Matthias Crone nach der Beratung in Stavenhagen mitteilte, hätten sich Anwohner an seine Mitarbeiterin in dieser Frage gewandt.
Zwei Stadträte hatten nämlich über Jahre eine zu hohe Entschädigung erhalten. „Sie haben um eine Bewertung der Angelegenheit aus unserer Sicht gebeten“, sagte er. Das wolle er in den nächsten Tagen und Wochen auch tun.
Der Sprechtag stand aber hauptsächlich im Fokus der „Hartz-IV-Gesetzgebung“. Da beschwerten sich Menschen über eine neue Mitarbeiterin im Job-Center, erläuterte Crone. Mit deren Arbeit seien sie nicht zufrieden. Die Bearbeitung erfolge nicht intensiv genug.
Ein Betroffener fragte um Hilfe nach, weil er die hohen Krankenkassensätze der privaten Krankenkasse nicht mehr bezahlen kann. Er sei jetzt nicht mehr selbstständig und habe Schwierigkeiten in eine gesetzliche Krankenkasse zu wechseln. Jemand suchte Hilfe beim Thema Schornsteinfeger-Gebühren.
Crones Mitarbeiter mussten Fragestellern aber auch erläutern, dass sie in Fragen Außenpolitik und Nachbarschaftsstreitigkeiten nicht aktiv werden können. Das eine sei keine Angelegenheit zwischen Bürgern und Behörden, das andere eine privatrechtliche Sache, in die sich auch ein Bürgerbeauftragter nicht einfach einmischen darf.

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