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Dalkendorf muss nur noch in eine Richtung „hoppeln“

Die Vollsperrung Richtung Roggow ist aufgehoben. Jetzt hoffen Bürgermeister Hans Müller (rechts) und Dierk Schröder vom Straßenamt des Kreises Rostock, dass sie sich sich bald zum Baustart für die Ortsdurchfahrt in Dalkendorf wiedersehen. [KT_CREDIT] FOTO: Greisert
Die Vollsperrung Richtung Roggow ist aufgehoben. Jetzt hoffen Bürgermeister Hans Müller (rechts) und Dierk Schröder vom Straßenamt des Kreises Rostock, dass sie sich sich bald zum Baustart für die Ortsdurchfahrt in Dalkendorf wiedersehen. [KT_CREDIT] FOTO: Greisert

VonMathias Greisert

Die Buckelpiste zwischen Roggow und Dalkendorf ist Geschichte. Doch Gemeinde und Kreis stehen schon in den Startlöchern für die nächste Etappe.

Dalkendorf.Kein Schampus und kein rotes Band. Trotzdem ist die kleine Runde am Ortseingang von Dalkendorf bester Dinge, denn es gibt eine Bestnote: „Einwandfrei!“, verkündet Dierk Schröder vom Amt für Straßenbau und Verkehr des Landkreis Rostock das Ergebnis der technischen Abnahme.
Die Vollsperrung der Kreisstraße konnte damit nach rund zwei Monaten Bauzeit wieder aufgehoben werden. Rund 600000 Euro flossen in die grundlegende Erneuerung des 1,25 Kilometer langen Teilstücks der Entlastungsstrecke zur Bundesstraße 104 zwischen Lalendorf und Teterow. Nur die Bäume fehlen noch an dem jetzt fertiggestellten Teilstück. 89 Linden sollen hier im Herbst noch gepflanzt werden.
Schon mehr als zehn Jahre kämpft die Gemeinde um die Erneuerung der Straße. Denn mehrere 100000 Tonnen Kies vom Tagebau bei Wotrum sind über diese Richtung Teterow gerollt. Schon mehrfach hätten Einwohner seiner Gemeinde auf der stark beschädigten Straße Achs- und Federbrüche an ihren Autos beklagt, berichtet Bürgermeister Hans Müller. „Selbst mit dem Fahrrad konnte man hier kaum noch lang fahren“, sagt er und blickt vom neuen glatten Asphalt hinüber zum Rest der Buckelpiste, der ins Dorf führt. Dort soll es so schnell wie möglich weiter gehen. Die Pläne für den dritten Bauabschnitt, der dann bis Appelhagen reicht, liegen bereits in den Schubladen. Der Kreistag hat der dafür geplanten Investition von 1 Million Euro bereits zugestimmt. „Wir warten nur noch darauf, dass der Kreishaushalt vom Innenministerium genehmigt wird“, sagt Dierk Schröder.
Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Arbeiten an der Straße verzögern, weil der Kreishaushalt in der Schweriner Warteschleife hängt. Das jetzt abgeschlossene Teilstück sollte eigentlich schon im vergangenen Jahr fertig werden. Doch Bürgermeister Müller ist gar nicht so unzufrieden mit der zeitlichen Verschiebung der Baumaßnahmen. Denn durch die Verzögerung des Straßenprojekts wurde es wesentlich einfacher und kostengünstiger, die Leitungen zu verlegen, über die mittlerweile 75 Prozent der Dalkendorfer Haushalte von der Biogasanlage am Ortsrand mit Fernwärme versorgt werden. „Wäre die Ortsdurchfahrt vorher fertig gewesen, hätten sie um die Straße herumbauen müssen“, erläutert Dierk Schröder. Wann allerdings das letzte Stück der Strecke bis Teterow erneuert werden kann, sei noch nicht absehbar.

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m.greisert@nordkurier.de

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