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Ein Halleluja auf den Frühling

Der Wildberger Frauenchor singt zu Gitarrenklängen.[KT_CREDIT] FOTOS (4): P. jasmer
Der Wildberger Frauenchor singt zu Gitarrenklängen.[KT_CREDIT] FOTOS (4): P. jasmer

VonPaulina Jasmer

Wenn die Neubrandenburger Gruppe „Berjoska“ kommt, dann weht der raue Charme Russlands durch die Kirche in Klein Helle. Mit anderen Chören zelebrieren sie ein Lenzsingen, bei dem die Fußspitzen im Takt mitwippen.

Klein Helle.Renate Schröder-Dryba lässt sich gern inspirieren, wenn im Radio Volkslieder gespielt werden. Dann singt sie auch daheim so für sich ganz allein mit. Drum lässt sie sich auch nicht zweimal bitten, wenn die vier Chöre „viva la musica“ aus Mölln, die Gesangsvereinigung Gielow/Jürgenstorf, der Wildberger Frauenchor und die Neubrandenburger Gruppe „Berjoska“ zum Mitsingen auffordern.
Die Klein Hellerin schätzt das Singen in der Gemeinschaft, wenn viele Münder ein Lied anstimmen und dann in Heimatgefühlen schwelgen. Und da lassen sich die Singfreudigen mitreißen, so auch die Stavenhagener Freundinnen Edith Streuling, Margot Richter, Christa Groborz und Edith Böhlke.
Sie haben eine halbe Stunde Anfahrt hinter sich, um an diesem kulturellen Höhepunkt teilzunehmen. Zuhause hocken sei nicht nicht ihr Ding, sagen sie, dann doch lieber die Pferde satteln und beim Frühlingssingen dabei sei. Und allesamt, ob nun Daheim-Singende oder stets in der Gemeinschaft-Trällernde, lassen sich musikalisch hinfort tragen, auch von ganz anderen Kulturen: Denn die Neubrandenburger Gruppe „Berjoska“ hat in Teilen russische Wurzeln. Da wird das Akkordeon umgeschnallt und die Stimmen der zwei Herren vibrieren im Kirchenraum, wenn sie vom Rotkehlchen beim ersten Rendezvous oder von den Mädels singen, die – selbst in die Jahre gekommen – immer noch die Anmut einer jungen Frau besitzen. Da klatschen die Zuschauer im Takt, erfreuen sich an der russischen Leidenschaft am Singen und Unterhalten.
Zugegeben, die Zuschauer und Sänger an diesem Tag sind allesamt nicht mehr blutjung, aber lebenserfahren und -erprobt. Gepriesene Jugend ist dabei gar nicht nötig, denn Lachen und Klatschen erschallt aus der Kirche.
Das Singen avanciert zu einem echten Halleluja auf den Frühling, ein Willkommenheißen der grünen Jahreszeit, die Lust auf mehr macht. Die auftretenden Chöre und ihre Gäste lassen sich so schnell nicht bremsen in ihrer Lebens- und Sangesfreude. Die Ausgelassenheit und die Freude an der Gemeinschaft halten anschließend auch beim gemeinsamen Kaffeetrinken und Kuchenschmaus an.

Kontakt zur Autorin
p.jasmer@nordkurier.de

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