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Ein Kita-Traum: Sonne und Schatten gibt es in Sülten nun auf Wunsch

An dem neuen Krippenanbau ist auch eine überdachte Terrasse angebracht. Hier können die Kinder an heißen Tagen im Schatten oder bei Regen malen, basteln und essen.   FOTOs: Eckhard Kruse
An dem neuen Krippenanbau ist auch eine überdachte Terrasse angebracht. Hier können die Kinder an heißen Tagen im Schatten oder bei Regen malen, basteln und essen. FOTOs: Eckhard Kruse

VonEckhard Kruse

Die Gemeinde Briggow hat kräftig investiert. 630 000 Euro fließen in ihre Land-Kita. Die präsentiert sich jetzt sehr modern.

Sülten.Die Zahl der gemeindeeigenen Land-Kitas hat seit der Wende merklich abgenommen. Das liegt zum einen Teil daran, dass weniger Kinder geboren werden als früher. Anderswo hatten die Gemeinden kein Geld mehr, so dass sie den Betrieb ihrer Einrichtungen einstellen mussten. Manchmal trafen auch beide Ursachen zu.
Doch die kleine Gemeinde Briggow, allen voran der mittlerweile verstorbene Bürgermeister Wolfgang Käsler, fand Mittel und Wege, den gemeindeeigenen Kindergarten in Sülten zu erhalten. Die Abgeordneten und das Amt fanden zwischen 2010 und 2012 auch genügend Gelder, um bei der Kindereinrichtung kräftig aufzurüsten – 630 000 Euro inklusive Fördermittel in Höhe von 404000 Euro.
Zu den zwei Gruppenräumen im historischen Haus gesellt sich nun ein großzügiger Anbau für die Krippenkinder. Viel Licht strömt jetzt in das Haus. Die Sommerhitze wird trotzdem vor der Tür bleiben. Dafür sorgen ein Überdach und eine Markise. Ein neues Bad und eine neuer Schlafraum kamen hinzu. Der Fußboden wurde mit Fußbodenheizung versehen und modern gefliest. Und Kita-Leiterin Gabriele Gießelmann weiß, dass auch in diesem Jahr Geld in den Gemeinde-Haushalt eingestellt werden sollte – um die bereits vorhandenen Gruppenräume noch neu zu gestalten.
Die Mädchen und Jungen können jetzt geschützt vor Regen und Hitze auf der Terrasse sitzen. Sie basteln hier oder malen. Und das immer mit Blick auf die Spielgeräte, deren Aufbau und Finanzierung die Raiffeisenbank Malchin und die Sparkasse Neubrandenburg-Demmin unterstützten. 4000 Euro flossen aus der Aktion „Spielen aber sicher“ der Raiffeisenbank in die Rutsche, die Hängebrücke und die Klettertürme, sagte Marketing-Leiterin Kathrin Kommer. Die PS-Lotterie der Sparkasse steuerte 2000 Euro bei, erläuterte Ines Resmer, Filialleiterin in Stavenhagen.
Kathrin Kommer weiß, wie groß der Bedarf ist. „Es ist wichtig, dass die Kindereinrichtungen im ländlichen Bereich erhalten bleiben“, sagte sie. Das ist auch ein ausschlaggebender Punkt für Ines Resmer.
31 „kleine Dorfstrolche“ – so lautet auch der Name der Kita – werden derzeit in Sülten betreut. Mit der Erweiterung kann der Kindergarten jetzt insgesamt 40 Kinder aufnehmen – zehn davon im Krippenalter, erklärte Gabriele Gießelmann.

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