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Fahrererlaubnis muss nach Unfall nicht gleich weg sein

Neubrandenburg.Gerade machte der tragische Unfall einer 33-Jährigen am Stadtrand Neubrandenburgs Schlagzeilen. In einer Kurve war sie mit ihrem Wagen von der Spur abgekommen und das Auto mit einem Lkw zusammengeprallt. Die Frau erlag ihren Verletzungen. Was das Alter angeht, eher ein Einzelfall. Neubrandenburgs Statistik spricht eine andere Sprache. Festgehalten im Bericht an die Unfallkommission der Stadt. Innerhalb der Stadtgrenzen Neubrandenburgs verursachten 2012 die Altersgruppe der über 55-Jährigen die meisten Verkehrsunfälle. Genau waren bei 1995 Verkehrsunfällen 27,76 Prozent, heißt es im Bericht. Die Altersgruppe von 45 bis 55 Jahren folgt mit 17,73 Prozent bei den Zusammenstößen in der Stadt. Die 18 bis 24-Jährigen stehen in der Viertorestadt erst an dritter Stelle.
Gerade bei älteren Autofahrern könne es sein, dass sich nach einem Unfall Hinweise mehren, dass gesundheitliche Probleme Schuld an dem Crash sein könnten. Lutz Burmeister, Leiter der Verkehrsabteilung im Rathaus, hat schon mit seinen Kolleginnen aus der Führerscheinstelle und dem Betroffenen Gespräche geführt. Nicht immer müsse gleich die Fahrerlaubnis abgegeben werden. Gleiches gilt auch, wenn Angehörige sich an die Verwaltung wenden, weil sie besorgt sind und glauben, dass die Fahrtauglichkeit überprüft werden sollte. Natürlich müsse der Antrag begründet sein, sagt Lutz Burmeister. Es sei möglich, dass man gemeinsam entscheidet, zum Beispiel nur noch am Tage mit dem Auto unterwegs zu sein. Oder eine Begrenzung des Fahrradiusses vornimmt. Den Weg zum Garten oder in die Bungalowsiedlung sei bei den meisten Routine und sie bewältigen solche bekannte Strecken im höheren Lebensalter bestens. Diese Einschränkungen für den Autofahrer werden in seinem Führerschein festgehalten.bg

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