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von Redaktion
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Im Mittelalter waren es vor allem die Zünfte der Bauhandwerker, die ihren Gesellen eine Wanderschaft zur Pflicht machten. Die Walz war oft die Voraussetzung, Meister zu werden. Ihr Ablauf unterlag bestimmten Regeln und die waren in Statuten festgeschrieben.
Mit dem Aufkommen der Industrie im 19. Jahrhundert entstanden Konflikte mit dem traditionellen Handwerk, die alten Gewerbeordnungen wurden reformiert, die Zünfte verloren ihre Bedeutung. Dennoch gab es Anfang des 20. Jahrhunderts einige tausend Wandergesellen im Deutschen Reich. Während der Nazi-Zeit waren die Schächte, das sind die Vereinigungen der Wandergesellen, verboten. Auch die DDR untersagte das zünftige Reisen.
Seit den 1980er Jahren ist diese Tradition wieder stark aufgelebt. Es wurden neue Schächte gegründet, einige nehmen auch Frauen auf. Gewandert wird zu Fuß, ein eigenes Fahrzeug ist nicht gestattet, wohl aber das Mitfahren per Anhalter. Dabei tragen die Gesellen ihre berufstypische Kluft. Unverzichtbar sind der Stenz, ein Wanderstab, sowie der Charlottenburger, worin das Hab und Gut verstaut ist. Zu Beginn der Wanderschaft wird der Geselle „fremdgeschrieben“. Ist die Reisezeit ehrbar überstanden, kann sich der Betreffende „einheimisch“ melden. Das wird dann zünftig gefeiert.nk/wikipedia
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