Nordkurier.de

Gottins Rosenblüten zieren sich noch

Bis zum Beginn der Park- und Rosenwochen am Gutshaus Gottin am Sonntag will Haus- und Gartenmeister Uwe Kaminski mit dem Frühjahrsputz auf dem etwa einen Hektar großen Gartengelände fertig sein. [KT_CREDIT] FOTO: Mathias Greisert
Bis zum Beginn der Park- und Rosenwochen am Gutshaus Gottin am Sonntag will Haus- und Gartenmeister Uwe Kaminski mit dem Frühjahrsputz auf dem etwa einen Hektar großen Gartengelände fertig sein. [KT_CREDIT] FOTO: Mathias Greisert

VonMathias Greisert

Ab Sonntag lädt das Gutshaus in Gottin wieder zu den Park- und Rosenwochen. Zum Auftakt geht es aber erst einmal in ein Moorgebiet an der Küste.

Gottin.Wenigstens grün ist es schon im Park des Gutshauses Gottin. Bis auf ein paar Tupfer Lila, Gelb und Rot lässt die Blütenpracht aber noch auf sich warten. „Der lange Winter hat uns ganz schön gebeutelt“, sagt Hausherrin Linde Fritz, als sie erfrorene Triebe aus einem ihrer unzähligen Rosenstöcke schneidet. Während die Kulturen auf den Feldern den Frühling im Eiltempo nachgeholt haben, hinken ihre Schützlinge noch ein bis zwei Wochen hinterher.
„Wir konnten in diesem Jahr auch erst sehr spät mit der Pflege beginnen“, zeigt sie beim Gang durch die Anlage hinter ihrem kleinen Hotel die „Baustellen“. Viele Pflanzen haben Frostschäden und müssen noch beschnitten werden. Die Rasenflächen sind aber schon gemäht, am anderen Ende des kleinen Parks dröhnt die Motorsense des Haus- und Gartenmeisters Uwe Kaminski. Bis zum Auftakt ihrer Park- und Rosenwochen am Sonntag soll auf dem rund einen Hektar großen Außengelände alles fertig sein. Wegen des hartnäckigen Winterwetters starten auch die in diesem Jahr mit etwas Verspätung, sagt Linde Fritz. Da in ihrem Park noch nicht viel zu sehen sei, passe es vielleicht ganz gut, dass sie ihre Gäste zum Auftakt am kommenden Sonntag in das Naturschutzgebiet Ribnitzer Großes Moor entführen will.
Dabei gibt es im offenen Gutspark von Gottin auch ohne Rosenblüten einiges zu entdecken. Neben Eichen und Kastanien sind hier seltene Exoten wie Ginkgo, Tulpenbaum, die aus der Antarktis stammende Pfennigbuche oder eine schlitzblättrige Linde versammelt. Auch das Café ist im Sommer wieder täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Im Juni und Juli sind zudem Vorträge, Parkführungen und Konzerte geplant.
Den Anfang macht am 15. Juni der Landschaftsarchitekt Stefan Pulkenat mit einem Referat zu den Gärten der Zaren in St. Petersburg. Zum Abschluss können Gartenfreunde am 27. Juli unter Anleitung Rosen selbst veredeln. Interessenten sollten sich dafür unter den Pflanzen im Gutspark schon in den nächsten Wochen ihre Favoriten ausgucken, empfiehlt Linde Fritz. „Wir brauchen nur noch zwei, drei warme Tage am Stück“, streicht sie vorsichtig über einen Rosenzweig voller Blütenknospen.
Treffpunkte zum Auftakt der Park- und Rosenwochen am Sonntag sind um 9 Uhr am Parkplatz vor dem Gutshaus Gottin oder um 10 Uhr am Informationszentrum Wald und Moor in Neuheide bei Ribnitz-Damgarten. Um Anmeldungen bittet Linde Fritz unter 039976 50251.

Kontakt zum Autor
m.greisert@nordkurier.de

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×