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Grundschule rückt das „Gelbe Haus“ erst einmal noch nicht heraus

VonEberhard Rogmannund
Torsten Bengelsdorf

Das Gebäude am Kirchplatz soll einmal das Medien- und Bildungszentrum Gnoiens werden. So sieht es jedenfalls das Projekt „Soziale Stadt“.

Gnoien.Mit der Idee für ein Medienhaus kann sich Edwin Franz, Leiter der Grundschule „Johann Wolfgang von Goethe“ in Gnoien, durchaus anfreunden. „Bibliothek und Internet-Café unter einem Dach, zentral gelegen im Stadtzentrum – das hat schon seinen Reiz“, lässt der Pädagoge seiner Fantasie freien Lauf. Um dann doch schnell in die Realität zurückzukehren: „Aber vorerst geben wir die Schule nicht auf.“ Als Standort besagten Medienhauses ist nämlich das Haus 2 der Grundschule am Kirchenplatz im Gespräch.
Das im vergangenen Jahr vorgestellte Handlungskonzept „We mokken dat tosammen“ hatte vorgeschlagen, die Bibliothek zu einem Medien- und Fortbildungshaus weiterzuentwickeln. „Dem Umgang mit Medien und dem lebenslangen Lernen kommt eine immer stärker werdende Bedeutung zu. Gerade im ländlichen Raum sind entsprechende Angebote aber rar“, hatten die Projektverantwortlichen erkannt. Als geeignete Räumlichkeit für Interessierte, von Schulen über Vereine bis hin zu Betrieben und privaten Nutzern, sahen sie das „Gelbe Haus“ an.
Derzeit haben hier noch die Erstklässler ihr Domizil. „Das wird auch im nächsten Schuljahr so sein“, versichert Franz. Vor Jahren schon waren die Schulanfänger zusammen mit der Diagnoseförderklasse hier konzentriert worden. „Wenn wir im Zuge der sogenannten Inklusion die Förderschüler in die normalen Klassen integrieren, kann sich die Situation ändern. Dann bräuchten wir eventuell weniger Räume, da die Klassenstärke steigt“, so der Schulleiter. Dann könnten auch die Pläne für das Medienhaus konkreter werden. „Wir werden jedenfalls der Schule keinen Druck machen“, versichert Bürgermeister Hans-Georg Schörner.
Das „Gelbe Haus“ zum Medienzentrum zu machen, sei ein auf die Zukunft ausgerichtetes Vorhaben.

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