Februar 22, 2012
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Forstwirtschaft/Jagd von Redaktion

Harte Bieterduelle entbrennen im Wald

Forstamtsleiter Axel Stein erzählte während der Versteigerung Wissenswertes über den Wald und die Verwendung des Holzes.  FOTO: Menzel
Forstamtsleiter Axel Stein erzählte während der Versteigerung Wissenswertes über den Wald und die Verwendung des Holzes. FOTO: Menzel
Von unserem Mitarbeiter
Christian Menzel

Das Forstamt Güstrow versteigerte 49 Holzpolter. Kiefer, Ahorn, Buche, Eiche, Esche oder Lärche, der Baum des Jahres 2012, kamen unter den Hammer.

Güstrow.Grauer Himmel, Nieselregen und Temperaturen wenig über Null. Genau das richtige Wetter, um daheim gemütlich am Kamin zu sitzen. Die Voraussetzungen dafür schufen am Sonnabend an die 60 Interessenten, die sich am Vormittag im Revier Kirch Rosin 2 zur Holzversteigerung des Forstamtes Güstrow eingefunden hatten. Kiefer, Ahorn, Buche, Eiche, Esche oder Lärche, der Baum des Jahres 2012, kamen unter den Hammer. Insgesamt 49 Lose für Holzpolter zwischen drei und 40 Raummeter rief Amtsleiter Axel Stein auf, insgesamt um die 600 Raummeter. Eine Woche lang hatten die Bieter zuvor Zeit gehabt, sich die über das Revier verstreuten Stapel anzusehen und sich ihre Versteigerungsstrategie zurecht zu legen.
Bevor es ernst wurde, gab’s kleine Fachsimpeleien am Lagerfeuer. Axel Stein ermunterte die Interessenten, kräftig dem angebotenen Glühwein zuzusprechen. „Das lockert die Zunge und macht mutig“, bemerkte er schmunzelnd. Während der Versteigerung erzählte er auf launige Art viel Interessantes über den Wald und die Verwendung des Holzes. Ein Auszug aus einem von ihm vorgetragenen Gedicht: „Birken- und Fichtenscheite brennen zu schnell, lodern rasch und halten nicht lang".
Dazwischen rief der Amtsleiter ein Los nach dem anderen auf. Nicht alle Holzstapel brachte er an den Mann, um andere wieder entbrannten harte Bieterduelle.
Ziemlich früh hatte Ralf Schmidt zugeschlagen und zwölf Raummeter Buchenholz erstanden. „Das hat einen guten Heizwert und der Preis war auch okay“, freute sich der Sarmstorfer. Seit 2003 beheizt er einen Kaminofen. Das Holz will er nun drei Jahre lagern, damit es richtig trocken
ist. „Um im Rhythmus zu bleiben, komme ich nächstes Jahr wie-
der“, erklärte der Berufsschullehrer.
Gleich zwei Lose ersteigerten Ralf-Peter und Resi Albrecht. „Wir haben vor drei Jahren einen Kamin mit Wasserregister eingebaut. Damit erhitzen wir Wasser, das in die Zentralheizung eingespeist wird und das ganze Haus erwärmt. Und gemütlich ist’s am Kamin obendrein“, schwärmte das Güstrower Paar. Auch sie wissen, was Forstamts-Mitarbeiter Thomas Langer später erklärte: „Um eine optimale Wasserfeuchte von etwa 20 Prozent zu erreichen, sollte das Holz möglichst luftig zwei Jahre gelagert werden.“ Schon deshalb steht für viele Interessenten fest, dass sie auch 2013 auf den Termin der Holzversteigerung  achten werden.
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