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Hoffen auf Bank für Grundschul-Spielplatz

VonDenny Kleindienst

Der Vorplatz des Möllner Gutshauses soll nach historischem Vorbild umgestaltet werden. Das gehört zu den geplanten Investitionen in diesem Jahr.

Mölln.Zum Jahresende wird die Gemeinde Mölln noch Rücklagen von 48000 Euro haben, sagte Bürgermeister Johannes Krömer bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung. So steht es auch im aktuellen Haushalt. Die Möllner greifen 2013 nur einen Teil ihrer Rücklagen an. Und womöglich bleibt zum Jahresende sogar mehr übrig als gedacht. Im Falle des Rückbaus der Brücke zwischen Mölln und Wrodow (der Nordkurier berichtete) läuft der Förderantrag noch. Die Möllner haben für die Kosten eine Kofinanzierung des Landes in Höhe von 90 Prozent beantragt. Sicher ist ihnen bereits jetzt eine Landesbeteiligung von 50 Prozent, bei der die Möllner 25000 Euro für die Brücke beisteuern müssten.
Fördermittel gibt es auch für den nächsten Bauabschnitt des Möllner Gutshauses, das zum Bürgerhaus umfunktioniert wurde. In diesem Jahr wird der Vorplatz des Gebäudes neu gestaltet, um wieder den historischen Bildern zu entsprechen. So wird ein begrüntes Rondell entstehen, das umfahren werden kann. Die derzeitige quadratische Form soll verschwinden. Die Parkmöglichkeiten werden angepasst. Die Gemeinde übernimmt 12,5Prozent der Kosten für die Neugestaltung.
Allein kann die Gemeinde solche Vorhaben nicht stemmen. „Wir leben von den Schlüsselzuweisungen“, betonte der Bürgermeister. Die Einnahmen durch die Gewerbesteuer seien eher gering. Andere Einnahmemöglichkeiten gibt es nicht. So werden in der Gemeinde zum Beispiel keine Windräder gebaut, da es kein Eignungsgebiet gibt. Mölln bewirbt sich daher neben den öffentlichen auch auf private Förderprogramme, unter anderem bei der Raiffeisenbank. Mölln versucht, Mittel von der Bank für die Sanierung des Grundschul-Spielplatzes zu bekommen. Der Bau eines neuen Spielplatzes in Klein Helle wurde bereits beschlossen von den Gemeindevertretern.
Im Falle knapper Finanzen ist es um so schöner, wenn manche Projekte komplett fremdfinanziert werden. So bezahlt der Wasser- und Bodenverband Obere Havel/Obere Tollense die Seeverbindung, die zwischen Möllner und Gädebehner See hergestellt werden soll – insgesamt etwa 70000 Euro.

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d.kleindienst@nordkurier.de

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