Mechthild und Joachim von Levetzow haben für dieses Jahr wieder ein vielfältiges Programm in Lelkendorf zu bieten. FOTO: Eberhard Rogmann
Von unserem Redaktionsmitglied Eberhard Rogmann
Zehn Jahre besteht der Kulturförderverein Lelkendorf. Bei der Gestaltung des Jahresprogramms bleibt er sich treu und stellt neue Partner neben Bewährtes.
Lelkendorf.Das Kürzel KfL ist mehrdeutig. Heute steht es für Kulturförderverein Lelkendorf. Ältere werden sich noch erinnern an den einstigen Kreisbetrieb für Landtechnik, der hier ansässig war. Dessen Produktionshalle ist zu einem Theater ausgebaut. Auf diesen Brettern sind seit Jahren die Chekh-Off Players aus Berlin zu Gast. Regisseurin Beatrice Scharmann kommt mit provokanten Stücken direkt auf ihr junges Publikum zu. So auch bei dem anstehenden Gastspiel im Mai. Gezeigt wird „Nichts was im Leben wichtig ist“, eine erschütternde Parabel über das Erwachsenwerden. Ergänzt wird die Performance durch eine Ausstellung im Speicher. Dort werden Interviews dokumentiert, die Beatrice Scharmann mit Schülern zu dieser Thematik führte. Im September gastieren die Chekh-Off Players dann mit einem Kontrastprogramm: Goethes „Urfaust“. Neue Partner gewannen Mechthild und Joachim von Levetzow im Galli-Ensemble Berlin. Unter dem Motto „Süßtafel“ geben Katinka Reimann und Sigrun Spiehl am 10. März ihren Einstand mit einer Komödie zum Frauentag. Im Juni gestaltet das Galli ein Märchen-Theater-Festival für Kinder. An drei Tagen werden die Märchen „Der Froschkönig“ (13. Juni), „Der Wolf und die sieben Geißlein“ (14.) sowie „Die Bremer Stadtmusikanten“ (15.) gezeigt. „Es ist ein Versuch, junge Menschen an das Theater zu führen. Das Galli arbeitet seit Jahren sehr erfolgreich mit Kindern. Wir werden dabei mit dem hiesigen Haustierpark kooperieren. Das kann spannend werden“, verrät Frau von Levetzow. Raum bietet das Schloss auch der Musik. Im Januar vollendete der Bariton Sebastian Bluth das Dezennium seiner Schubertiade. „Er und sein Partner am Klavier, Frank-Immo Zichner, werden auch künftig bei uns musizieren“, kündigt Frau von Levetzow an. Zunächst aber darf sich das Publikum auf Julia Halfar freuen. Sie singt am Sonnabend, 25. Februar, Lieder von Brahms, Mahler und Strauss. Im Preisträger-Konzert sind im November Markus Hoba (Violine) und Eri Mantani (Klavier) zu erleben. Noch einen Künstler hat Mechthild von Levetzow in petto. „Wir halten Kontakt zu Markus Langer. Er signalisierte, zum Neujahrskonzert 2013 hier zu spielen.“ Doch auch die leichte Muse hat hier Gastrecht. Zu nennen sind Hans-Peter Hahn, der am 31. März mit ostpreußischem Humor zu begeistern weiß. Brigitte Borchers und Mackie Zint im Oktober. Schrill und schön singen sie „Lieder von tausendundeiner Leiche“. Kartenbestellungen sind telefonisch möglich unter 039956 20014.