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Ivenacker Tiergarten punktet mit neuer Attraktion

VonEckhard Kruse

Der Ivenacker Tiergarten rüstet in puncto Besucher-Magnet weiter auf. Hinzu kommen drei Eichen-Skulpturen.

Ivenack.Das war ein Schaulaufen für Ralf Hecker. Im Angesicht der stattlichsten Eiche im Ivenacker Tiergarten lobte Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) den Leiter des Forstamtes Stavenhagen. „Wir haben Sie nicht umsonst aus dem Ministerium in die Arbeit in der Forstanstalt zurückgegeben“, sagte er. Der Tiergarten habe sich prächtig entwickelt – mit Barockpavillon, mit der Entwicklung zum Hudewald, mit Schweinegatter und Besuchersteg. Auch Forstwirtschaftsmeister Jörg Hellwig bekam nur beste Noten. „Wer einmal eine Führung mit Ihnen gemacht hat, wird immer wieder kommen.“
Anlass für die Lobesworte war die Enthüllung dreier Skulpturen vom Wendischhagener Künstler Günter Kaden. Drei lebensechte Baumscheiben aus Bronze ragen neben der Riesen-Eiche aus dem Erdboden. Sie zeigen die Entwicklung einer Stieleiche im Alter von 80, 250 und 1000 Jahren, erläuterte Hecker. Sie wurden geschaffen, damit die Parkbesucher sich hautnah in die Dimension der stattlichsten Eiche hineinfühlen können. Denn ein Herangehen an die 1000-Jährigen ist nicht mehr erlaubt – weil der Boden sonst zu fest getrampelt wird und weil dicke Äste herunter fallen können.
Günter Kaden ist bei seiner fast einjährigen Arbeit an dem Projekt den Ivenacker Eichen viel näher gekommen. „Es war eine tolle Erfahrung, zu erkennen, dass auch das Leben dieser riesigen Bäume endlich ist“, sagte er. Denn der dickste Baum sei er von der Rinde aus gerechnet nur noch maximal 30 Zentimeter dick. Ansonsten sei der Baum hohl. So wie es auch an der größten Skulptur zu erkennen ist.
Beeindruckt hat ihn auch der neue Zeitstrahl. Danach ist die Eiche nur wenige Jahre nach der ersten Erwähnung Mecklenburgs im Jahr 995 entstanden. Sie stand schon, als das Ivenacker Kloster gegründet und als Amerika entdeckt wurde.
Die deutsche Baumkönigin Theresa Erdmann war extra aus Göttingen zur Enthüllung gekommen. „Es ist der stattlichste Baum, den ich je gesehen habe“, sagte die Forststudentin.

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e.kruse@nordkurier.de

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