Gnoien.Die Kinderbetreuung wird künftig wieder den örtlichen Verwaltungen übertragen. Darüber informierte Amtsvorsteher Claus-Peter Gering. Derzeit liegt die Zuständigkeit beim Jugendamt des Landkreises. Dort ist die Verwaltung der Aufgabe offensichtlich nicht gewachsen. Mittlerweilen betragen die Wartezeiten auf einen Bescheid mehrere Monate. Das führt allgemein zu großem Unmut. Allein für das Amt Gnoien beziffert Gering die Zahl der Bescheide 2011 mit 254. Kritik äußert er gegenüber dem Landkreis, weil dieser zwar die Aufgabe zurückverlagert, ohne aber im gleichen Zuge entsprechende Finanzmittel bereitzustellen. „Wir bekommen nicht einen Cent dafür, dass wir die Arbeit künftig übernehmen“, klagt Gering. Gnoiens Bürgermeister Hans-Georg Schörner betont indes die positive Seite. Entscheidungen könnten so deutlich kurzfristiger getroffen werden. Im übrigen würde dafür die Kreisumlage geringer ausfallen.(ecr)