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Kunst und Krempel im Gutshaus

Zu bewundern ist auch handwerkliche Kunst im Gutshaus.
Zu bewundern ist auch handwerkliche Kunst im Gutshaus.

VonGerald Gräfe

Jeden Sonntag reisen Hunderte zu den Flohmärkten nach Bobbin. Zu Pfingsten gibt es dort zudem reichlich echte Kunst zu sehen.

Bobbin.Sie locken bereits seit vielen Jahren jeden Sonntag – die Bobbiner Flohmärkte. Durchschnittlich an die 200 Besucher kommen dazu in den Alten Speicher, wie Mario Lenkeit vom veranstaltenden Gutshaus Bobbin e. V. mitteilte. Pfingstsonntag kann ab 10 Uhr auf zwei Etagen des Speicherbaus gestöbert werden. Reichlich Zeit sollte der Besucher dazu mitbringen – vor allem der Lesefreudige. Denn im Obergeschoss warten nach Sachgebieten gut sortiert an die 30000 Bücher auf ihn. Und im Untergeschoss darf man eine kunterbunte Vielfalt an Haushalts- und Einrichtungsgegenständen aller Art entdecken. Und wer an der Geschichte des Dorfes interessiert ist, für den gibt es eine nostalgische Fotoausstellung. Den Erlös seiner Flohmärkte investiert der Verein komplett in die Sanierung des Gutshauses. Denn dieses beherbergt zum einen eine kleine Heimatstube und zum anderen lädt es mehrmals im Jahr zu öffentlichen Veranstaltungen ein.
So auch zu Pfingsten. Denn das Haus nimmt an der Aktion „Kunst offen“ teil. Im Speicher gibt es den bunten Krempel – dafür von Sonnabend bis Montag echte Kunst im einstigen Sitz derer von Blücher zu sehen. „In den renovierten und unrenovierten Räumen erwarten den interessierten Besucher Malerei und handwerkliche Kunst verschiedener Stilrichtungen“, lädt Lenkeit ein: „Am Sonnabend ab 10 Uhr treffen Sie die ausstellenden Künstler, um mit ihnen bei einem Glas Prosecco oder Saft über ihre Werke zu sprechen.“
In diesem Jahr stellen in Bobbin gleich mehrere Künstler, nur Frauen, aus. Die aus Russland stammende Inna Goerlt ist mit ihren Bildern dabei. Der in Stavenhagen tätigen Lehrerin Daniela Rodrian hat es ebenfalls die Malerei angetan. Die in Dargun lebende Hobbykünstlerin Ute Barnick malt und arbeitet mit Ton. Architektin Gabriele Lenkeit hat ihre Kunstempfindungen in die Sanierung des Bobbiner Gutshauses eingebracht und zeigt eigene Bilder. Die Neubrandenburgerin Katharina Prosenc malt, dichtet und schreibt.

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