
| Besorgnis |
von Eberhard Rogmann
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Betroffenheit herrschte am Montagmorgen unter den Mitarbeitern in der Kreisverwaltung Güstrow. Am Wochenende war bekannt geworden, dass Landrat Thomas Leuchert (SPD) einen Herzinfarkt erlitten hatte. In der Nacht zu Sonnabend wurde er im Klinikum der Universität Rostock operiert, da der Zustand des Patienten als lebensbedrohlich galt. Wie er den Eingriff überstand und zum aktuellen Befinden des Patienten gibt es keine offizielle Information. „Der Landkreis Rostock kann aus grundsätzlichen Erwägungen keine Information zum Verlauf der Erkrankung machen“, heißt es in einer am Montagmittag in Güstrow veröffentlichten Pressemitteilung. „Wir alle wünschen ihm eine gute Genesung und drücken die Daumen, dass er seine Amtsgeschäfte bald wieder aufnehmen kann“, sagt Pressesprecherin Petra Zühlsdorf-Böhm. Der ordnungsgemäße Betrieb der Kreisverwaltung sei durch die beiden Stellvertreter Wolfgang Kraatz und Rainer Boldt abgesichert, heißt es weiter.
Die schwere Erkrankung Thomas Leucherts hat auch politische Weggefährten mit Besorgnis erfüllt. „Ich wünsche ihm sehr, dass er vollständig genesen wird und seinen Platz wieder einnimmt“, sagt Reinhard Dettmann, Bürgermeister von Teterow und Mitglied im Präsidium des Kreistags. Er schätze Thomas Leuchert als einen Mann mit Führungsstärke. Seit er im September 2011 zum Landrat im neuen Landkreis Rostock gewählt wurde, habe Leuchert unbestritten mit seinem Stil den ganzen Kreis geprägt. Auf der Seite des vormaligen Kreises Güstrow habe man ein paar Unterschiede zum gewohnten Lauf der Kommunalpolitik feststellen können. „Was auf der sozialen Strecke lief, war bei uns vorher anders“, gesteht Dettmann. In der krankheitsbedingten plötzlichen Abwesenheit des Landrats sieht er kein akutes Problem. Die Kontakte zum Stellvertreter Wolfgang Kraatz seien ausgezeichnet. „Wir haben mit ihm hinsichtlich der Wirtschaftsförderungsgesellschaft schon seit Längerem eine sehr enge Zusammenarbeit“, betont der Teterower Reinhard Dettmann.
Einen besonders engen Kontakt zum Landrat pflegt Gnoiens Bürgermeister Hans-Georg-Schörner (SPD) als Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Kreistag. „Wir arbeiten sehr konstruktiv zusammen und ich wünsche Herrn Leuchert natürlich alles Gute, was man in einer solchen Situation nur wünschen kann, und hoffe, dass es ihm bald wieder gut geht“, erklärte Schörner am Montag. Er habe gerade noch vor einigen Tagen mit dem Landrat in Kontakt gestanden, um über das Thünenmuseum in Tellow zu beraten. Als geradlinig, kantig und durchsetzungsfähig habe er Thomas Leuchert seit der Gebietsreform im Jahr 2011 kennen gelernt.
Genesungswünsche kommen auch aus der politischen Opposition. „Jetzt ist alles andere zweitrangig. Wichtig ist, dass Herr Leuchert gesundet und voll einsatzfähig und fit seine Arbeit wieder aufnehmen kann“, bekundet Torsten Renz, Kreistagsabgeordneter der CDU. Im Güstrower Kreistag steht in den kommenden Woche die Debatte des Haushalts für das laufende Jahr auf der
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