Nordkurier.de

Legenden um einen genialen Erfinder

VonIris Diessner

Wenn es um pfiffige Landsleute geht, dann kommt man in Malchin an Siegfried Marcus nicht vorbei.

Malchin.Siegfried Marcus hat nicht lange in seiner Heimatstadt Malchin gelebt. Darum vielleicht ist auch nicht überliefert, wie er als Schüler war. Fleißig, belesen, frech oder gar pfiffig? Man weiß, dass er in Malchin eine Mechanikerlehre begonnen hatte, diese dann in Hamburg beendete. Sein Weg führte ihn über Berlin im Jahr 1852 schließlich nach Wien. Dort erlangte der 1831 Geborene bald einige Berühmtheit und manch Legende rankt sich noch heute um seinen Namen.
Siegfried Marcus arbeitete zunächst in der Werkstatt eines Mechanikers. Bereits 1856 machte er sich selbstständig und eröffnete sein erstes Labor, das er Telegraphenbauanstalt nannte. Er baute dort Geräte für das grafische Gewerbe, Telegrafenapparate, elektrische Zünder, elektrische Beleuchtungskörper, Gas-, Alkohol- und Benzinlampen. Bekannt wurde er wegen verschiedener Erfindungen. 131 Patente hatte er in 15 damals existierenden Staaten angemeldet.
Berühmt allerdings wurde er durch seine beiden sogenannten Marcus-Wagen. Um 1870 baute er den ersten mobilen benzinbetriebenen Motor der Welt.
In seiner Heimatstadt Malchin erinnert das Museum in der Stadtmühle an den genialen Erfinder. Hier sind nicht nur Originalsignaturen seines Vaters zu finden, sondern auch ein Nachbau des ersten Marcus-Wagens sowie Patentkopien und Lebensdaten.

Kontakt zur Autorin
i.diessner@nordkurier.de

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×