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Malchin macht Platz für Jahresbäume

VonSimone Pagenkopf

Einen Flecken haben sich die Stadtväter gemeinsam mit dem Naturparkförderverein ausgeguckt. Als ersten Baum pflanzen sie jetzt einen Wild-Apfel.

Malchin.Die Stadt Malchin will ihn haben, den Wild-Apfel. Der Baum des Jahres 2013 wird in der kommenden Woche gepflanzt. Den Platz haben sich die Mitglieder des Naturpark-Fördervereins Mecklenburgische Schweiz gemeinsam mit Bürgermeister Jörg Lange (FDP) ausgeguckt. Und der hat Potenzial für einen kleinen Hain. Der Wild-Apfel als 25. Baum des Jahres macht nämlich den Anfang für eine ganze Reihe mehr Pflanzungen.
Ein Stück weit haben sich die Mitglieder des Naturpark-Fördervereins vom Forstamt in Gielow inspirieren lassen. Dort steht eine Reihe Jahresbäume, allerdings ohne entsprechende Schilder, sagtVereinsvorsitzenderGerd Taufmann. Er und seine Mitstreiter möchten künftig möglichst viele Menschen an die Bäume heranführen und Kenntnisse über sie vermitteln. Dafür stehen dann erst einmal noch 24 Bäume des Jahres aus, die in Malchin nachgepflanzt werden sollen. „Natürlich gibt es die Bäume nicht umsonst“, sagt Taufmann, der sich wünscht, dass Firmen, Einrichtungen, Privatpersonen sich mit Spenden an diesem Projekt beteiligen.
Seit 1989 wird in Deutschland der Baum des Jahres gekürt. Der erste war übrigens die Stiel-Eiche. Es folgten die Rot-Buche, Sommer-Linde, Berg-Ulme, der Speierling, Eibe, Spitz-Ahorn, Hainbuche, Eberesche, Wild-Birne, Silber-Weide, Sand-Birke, Esche, Wacholder, Schwarz-Erle, Weiß-Tanne, Rosskastanie, Schwarz-Pappel, Wald-Kiefer, Walnuss, Berg-Ahorn, Vogel-Kirsche, Elsbeere, Europäische Lärche und eben jetzt der Wild-Apfel. Heraus ragt aus diesem Reigen noch der Baum des Jahrtausends: der Ginkgo. „Wir haben ihn in Schorssow, Burg Schlitz, Hohen Mistorf, Schrödershof und Poggelow“, ist von Gerd Taufmann zu erfahren. „In Poggelow wäre der Ginkgo fast verschütt gegangen. Bei der Rekonstruktion der Parkanlage hat Landschaftsarchitektin Charlotte Schmid ihn ausgegraben.“ Vom Baum des Jahres 2006, der Schwarz-Pappel, gebe es übrigens nur ein einziges Exemplar im Gebiet des Naturparks Mecklenburgische Schweiz. Und zwar ganz verborgen in Rothspalk, am Rande des Dorfes.
Jetzt sollen also Exemplare aller Jahresbäume einen Platz in Malchin bekommen. Deren Pflege übernimmt dann die Stadt, hat der Förderverein abgesprochen.

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s.pagenkopf@nordkurier.de

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