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Malereien und Illustrationen sorgen für Frohsinn und Heiterkeit

Am Mittwochabend ist die Ausstellung von Sabine Naumann (Mitte) in der Johannis-Kirche eröff- net worden. Ihre Malereien und Illustrationen sind noch bis 4. Juni in Malchin zu sehen. [KT_CREDIT] FOTO: Koch
Am Mittwochabend ist die Ausstellung von Sabine Naumann (Mitte) in der Johannis-Kirche eröff- net worden. Ihre Malereien und Illustrationen sind noch bis 4. Juni in Malchin zu sehen. [KT_CREDIT] FOTO: Koch

VonThomas Koch

Sabine Naumann zeigt einige ihrer heiteren Werke in einer neuen Ausstellung
in der Malchiner
St. Johannis-Kirche.

Malchin. Es gibt Dinge im Leben, die machen das Herz froh, zaubern von einem Moment auf den anderen ein Lächeln ins Gesicht. Menschen freudig stimmen, sie aufheitern und ermuntern, das Leben mit einer gewissen Leichtigkeit zu nehmen – die Kunst macht‘s möglich. Im speziellen Fall ist es die Kunst von Sabine Naumann, die für die nächsten fünf Wochen im Ausstellungssaal der Malchiner Sankt Johannis-Kirche zu sehen ist.
Man musste bei der Ausstellungseröffnung nur immer mal wieder in die Gesichter der Gäste schauen. Ein freudiges Schmunzeln hier, leuchtende Augen dort – den schelmischen und kuriosen Botschaften von Naumanns Bildern konnte sich kaum jemand entziehen. Simples Beispiel: Der klassische Beamte. Für 99 Prozent der Deutschen – die Beamten selbst natürlich ausgenommen – die „Horrorvision“ schlechthin. Sabine Naumann gibt dem Beamten ein Gesicht. Dick, bieder gekleidet, leerer Gesichtsausdruck. Heiterkeit sieht anders aus. Allerdings nicht für den Betrachter. Der findet in dem Bild so ziemlich alle seine Vorstellungen über diese Berufsgruppe vereint, nickt zustimmend und lacht.
Ähnliche Beispiele gibt es zuhauf in der Ausstellung. Die Bürger von „Weiß nicht wo“ gehören auf jeden Fall dazu. Gemeint sind die Schildbürger aus Teterow, die bis zum heutigen Tag mit ihren überlieferten Streichen für Frohsinn sorgen. Auch ihnen hat Sabine Naumann Farbe, Form und Gestalt gegeben. Der Hingucker schlechthin im Ausstellungssaal ist ein riesiger Hecht. Nicht irgendein Hecht natürlich. Es ist der Teterower. Wie es sich gehört, hat der ein Glöckchen um den Hals. „Entgegen aller anderen Behauptungen aus den Schildbürgergeschichten haben wir ihn gefangen“, sagt Sabine Naumann. Und erntete was? Genau: Heiterkeit und Frohsinn. Und genau dies sei auch das Anliegen dieser Ausstellung, wie Pastor und Gastgeber Thomas Waack es formulierte. Zu sehen sind Sabine Naumanns Malereien und Illustrationen noch bis zum 4. Juni.

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