Klaus-Dieter Senke aus Retzow. [RS_CREDIT] Foto: Iris Diessner
Von unserem Redaktionsmitglied Iris Diessner
Vor 700 Jahren wurde Retzow im Teilungsvertrag der Mecklenburgischen Herzöge urkundlich erwähnt. Danach aber gibt es viele weiße Flecken in der Geschichtsschreibung. Die will Klaus-Dieter Senke füllen.
Retzow.Morgen Abend gibt es im „Alten Pferdestall“ in Retzow einen Vortrag. Klaus-Dieter Senke, der 1994 in Retzow sein Haus gebaut hat, will über seine Geschichtsforschungen berichten. „Ich habe mich schon immer für historische Themen interessiert“, sagt er. Das hänge wohl auch mit seiner Sammelleidenschaft zusammen. Mit seiner Wahl in die Retzower Gemeindevertretung habe er dann alles, was er über Retzow und Remplin zu lesen bekam, aufgehoben. „Aber an eine Chronik war nicht zu denken“, schmunzelt er. Da gab es einen anderen Auslöser. Klaus-Dieter Senke kam zu einer dünnen Mappe, in der allerhand Zettel, die teils mit altdeutscher Schrift beschrieben waren, und auch eine handgezeichnete Karte aufbewahrt wurden. „Sie stammte von dem verstorbenen Herrn Lindner.“ Da habe es dann im Dorf geheißen, der Klaus-Dieter Senke hat die Chronik von Retzow. „Das waren diese Zettel nun wirklich nicht, aber mein Ehrgeiz war geweckt“, sagt der Hobby-Forscher. Er besorgte sich heimatgeschichtliche Beiträge aus dem „Nordkurier“, las Bücher, befragte Einwohner und das Internet und entzifferte die Lindner-Zettel. Üppig war es nicht, was da über Retzow zu finden ist. Der Ort stand eben schon immer im Schatten des berühmteren Ortes Remplin. Aber was Senke alles zusammengetragen hat, das können Interessierte morgen Abend ab 19 Uhr erfahren. „Ich sehe das alles als einen Anfang und würde mich freuen, wenn ich auf diese Weise zu neuen Informationen kommen kann“, sagt Klaus-Dieter Senke. Kontakt zur Autorin i.diessner@nordkurier.de