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Morsche Mühle bedroht Straßenbauer

Noch setzen Arbeiter die Bordsteine. Rollen hier demnächst die schweren Baumaschinen an, wird für Teile der alte Mühle akute Einsturzgefahr befürchtet.  FOTO: Eberhard Rogmann
Noch setzen Arbeiter die Bordsteine. Rollen hier demnächst die schweren Baumaschinen an, wird für Teile der alte Mühle akute Einsturzgefahr befürchtet. FOTO: Eberhard Rogmann

VonEberhard Rogmann

Schon wieder ein Baustopp an der Brückenbaustelle? Das Gerücht macht die Runde in Gnoien, doch ganz so schlimm steht es nicht.

Gnoien.Auf der Baustelle der neuen Warbelbrücke sind die Arbeiter damit befasst, die Straßenanbindung vorzubereiten. Gesetzt werden derzeit die Bordsteine vor der Helmsschen Mühle. Das historische und unter Denkmalschutz stehende Gebäude bereitet Ronald Normann indes ziemliche Sorgen. „Nach unserer Ansicht sind Teile des Bauwerks hochgradig einsturzgefährdet“, sagt der Leiter des Straßenbauamtes Güstrow gegenüber unserer Zeitung. Er hat aus diesem Grunde die Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Rostock eingeschaltet. Wenn hier die schweren Baumaschinen anrollen und den Asphalt schütten und verdichten, ist das mit starken Vibrationen verbunden. Normann möchte sicher gehen, dass bei diesen Arbeiten nicht das benachbarte Haus zusammenfällt.
Diese Gefahr sehen die Fachleute der Bauaufsicht offenbar nicht. „Wir haben das Objekt inspiziert und dem Eigentümer Auflagen erteilt“, bestätigt Dr. Wolfgang Kraatz, amtierender Landrat in Güstrow. Diese betreffen Sicherungsmaßnahmen. So müssten Teile des Daches vorsorglich abgenommen werden. Die Standsicherheit der Gebäude sei indes nicht in Frage gestellt. Von einem Baustopp könne deshalb nicht die Rede sein, weist Roland Normann kursierende Gerüchte zurück. Einen solchen hatte es im Frühjahr 2012 gegeben, als die Ausweichstraße an der Brückenbaustelle gebaut wurde. Geruht hatten die Arbeiten etliche Wochen, weil angeblich in den einstigen Mühlenteich eine Bombe aus dem letzten Krieg liegt. Gefunden wurde sie nicht.

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