Februar 17, 2012
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Energie/Rohstoffe von Redaktion

Nils Saemann legt sich für Heiztrasse ins Zeug

Von unserem Redaktionsmitglied
Eberhard Rogmann

Der SPD-Landtagsabgeordnete aus Teterow steht zu seiner Zusage, die Dalkendorfer Initiative zu unterstützen. Er betont, dass zahlreiche Sachfragen noch ungeklärt sind.

Dalkendorf/Teterow.„Wir lassen die Dalkendorfer nicht im Stich.“ Das versichert der SPD-Landtagsabgeordnete Nils Saemann gestern Bezug nehmend auf einen Bericht in unserer Zeitung. Darin war festgestellt worden, dass die Wärmegenossenschaft Dalkendorf mit ihrem Projekt, eine Heiztrasse im Dorf zu verlegen und mit der Abwärme der örtlichen Biogasanlage Wohnungen und Gebäude zu heizen, nicht voran kommt. Er habe sich persönlich für das Projekt im zuständigen Ministerium eingesetzt und Minister Volker Schlotmann um Unterstützung gebeten.
In der Praxis bestehen eine Reihe Probleme. So täten sich die Banken schwer mit einer Kreditvergabe an eine Genossenschaft. Die Frage, die dahinter steht, betrifft beispielsweise die Haftungsabsicherung und die Stabilität der Genossenschaft als Kreditnehmer. Was passiert, wenn jemand aus der Genossenschaft ausscheidet? Wer kommt dann für die Bedienung des Kredites auf? Ist eine Kreditabsicherung durch Grundbucheintrag für die Mitglieder möglich? Das sind substanzielle Fragen, denn das Projekt belaufe sich auf etwa 300000 Euro. Bei einem Eigenkapital von 50000 Euro, bleibe ein beträchtlicher Betrag an Fremdmitteln. Nils Saemann räumt ein, dass es bei der Klärung offener Fragen zu einer Verzögerung gekommen sei. Nach anfänglich optimistischen Zeichen aus der Finanzbranche habe sich die Situation nach einem personellen Wechsel an der Spitze einer involvierten Bank leider geändert. Ähnlich habe sich auch die Neustrukturierung der Ministerien in Schwerin ausgewirkt. Das Energieressort ist vom Landwirtschaftsministerium ins Ministerium für Landesentwicklung und Infrastruktur verlagert worden. Dort werde über die Vergabe von Fördermitteln entschieden. Davon würde abhängen, wie hoch der Kredit ausfällt. Zudem sei die Gemeinde selbst Genossenschaftler. Zu klären ist damit, inwieweit es sich um eine wirtschaftliche Betätigung handelt und damit Steuern zu entrichten wären. Viele Fragen. Die Zeit drängt. Denn noch hoffen die Dalkendorfer, ihre Leitung im Zuge des anstehenden Straßenbaus zu verlegen und damit Kosten zu sparen.
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