Die Teterower haben inzwischen zwar ihren 2012er Etat in trockenen Tüchern, da müssen sie doch noch einmal zurückblicken. Der Bürgermeister will noch vom Haushaltsjahr 2009 entlastet werden.
Teterow.Er ist eine Premiere, auch wenn er Jahre zurückführt. Der Jahresabschluss 2009 ist der erste in der doppischen Haushaltsführung. Den bekommen die Stadtvertreter jetzt auf den Tisch. Inzwischen waren Wirtschaftsprüfer im Rathaus, die die Unterlagen der Kommune unter die Lupe nahmen. Ohne Beanstandung, wie Kämmerin Sigrid Schmaling im Hauptausschuss informierte. Das Ergebnis dieses ersten doppischen Haushaltes fiel am Ende zwar etwas besser aus, als gedacht. „Das ist erfreulich, wir hatten ja auch einige Posten geschätzt“, bemerkte die Kämmerin. Aber ein dickes Minus steht, und zwar von 1385890 Euro. Die Bergringstadt gehörte zu den Vorreiterkommunen, was die neue Haushaltsführung betrifft. Andere fangen jetzt gerade damit an. Sind zum Teil ratlos ob des doch recht undurchsichtigen Gebildes. Und betroffen bis schockiert, was die Folgen angeht, weil sie bisher meinten, gut gewirtschaftet zu haben und nun allein durch die Rechnung ihre Bilanzen tief in die roten Zahlen abrutschen. „Ich bin gespannt auf die Auswertung, wenn alle Kommunen dann ein fettes Minus haben“, bemerkte Andreas Lange, Fraktionsvorsitzender der Linken. Wo es doch heiße, Kommunen können nicht Pleite gehen. Die Mitglieder des Hauptausschusses empfehlen für die Stadtvertretung am kommenden Mittwoch einstimmig die Entlastung des Bürgermeisters für das Haushaltsjahr 2009. Unabhängig von der Wirtschaftsprüfung wies Andreas Lange aber auch darauf hin, dass der städtische Rechnungsprüfungsausschuss auch weiterhin die Arbeit der Finanzer begleiten sollte und in die Bücher guckt, bevor sie geschlossen werden. Außerdem kam die Frage nach einer Übersicht über das städtische Vermögen. Die Abgeordneten möchten anhand von Objekten und Grundstücken sehen, was es für einen Instandhaltungsstau gibt.