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Pünktlich mit der Wärme sprießt der Spargel

Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen hat sich bei den Beelitzer Spargelbauern die Stimmung wieder aufgehellt. Das edle Gemüse beginnt zu schießen – gerade noch rechtzeitig.

Beelitz.Für die Brandenburger Spargelbauern hat das Bangen nach der Kälte langsam ein Ende. „Wir müssen nicht mehr darum zittern, zum Saisonstart am 18. April mit leeren Händen da zu stehen“, sagte der Geschäftsführer des Spargelhofs Jakobs, Jürgen Jakob in Beelitz. An dem Tag wird die Saison von dem Verein der Beelitzer Spargelbauern eröffnet, diesmal auf dem Jakobs-Hof.
Erst Mitte der 1990er Jahre musste der Start wegen schlechten Wetters und mickriger Ernte in Ostdeutschlands größtem Spargel-Anbaugebiet um zehn Tage verschoben werden. Jakobs hatte noch bis zum Wochenende gebangt, ob der Termin zu halten ist. Sonst seien zu dieser Zeit täglich zwischen 500 und 800 Kilo verkauft worden. „Da ist jetzt leider ein Totalverlust zu verbuchen“, sagte er. Es sei bisher nichts geernet worden.
Er selbst habe – obwohl quasi an der Quelle sitzend – noch keinen neuen Spargel gegessen. Etwa 200 Hektar bewirtschaftet sein Betrieb. Im Vertrauen auf die meteorologischen Vorhersagen rechnet Jakobs fest damit, dass man zum Wochenende endlich Spargel stechen kann. Jeder Sonnenstrahl bringe mit seiner Wärme die Pflanzen zum Austreiben. „Hält sich das warme Wetter, ist ab Ende April kein Halten mehr.“ Im Vorjahr wuchs laut Landesamt für Statistik Spargel auf insgesamt 3500 Hektar. Durchschnittlich wurden in Brandenburg rund 5,3 Tonnen pro Hektar gestochen. Die Beelitzer Spargelbauern ernteten etwa 7000 bis 8000 Tonnen. Traditionell endet die Spargelernte am 24. Juni, dem Johannistag.dpa

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