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Rücklage rettet Gemeindefinanzen

Knorrendorf.Darüber freut sich jeder: Wenn ein Blick auf die Finanzen zeigt, dass mehr Geld da ist als gedacht. Diese schöne Überraschung ereignete sich in der Gemeinde Knorrendorf. Denn deren Rücklagen fallen üppiger aus, als die Gemeindevertreter es vermutet haben.
„Wir sind erstaunt und freuen uns über die wundersame Erhöhung der liquiden Mittel“, sagte Bürgermeister Hartmut Witt bei der jüngsten Gemeindevetretersitzung. Allerdings genießen die Knorrendorfer das Ganze noch mit Vorsicht, denn die zur Verfügung stehenden Gelder sind noch keine feststehende Zahl, sondern eine Planstelle. Das liegt daran, dass der Kreis den Jahresabschluss der Gemeinde von 2011 noch nicht bestätigt hat. Es fehlt somit noch eine Schlussabrechnung.
Für den Gemeindehaushalt 2013, der in dieser Woche beschlossen wurde, greifen die Knorrendorfer auf einen Teil der Rücklagen zurück – etwa 60 000 Euro. Der Rückgriff sei notwendig, die Gemeinde könne ihren Finanzbedarf nicht aus eigener Kraft decken. Der Ergebnishaushalt ist nicht ausgeglichen, sagte der Bürgermeister. Die Steuereinnahmen würden gerade mal die Kosten für Schulen und Kindertagesstätten abdecken.
„Immerhin sind wir eine der wenigen Gemeinden, die noch Rücklagen haben“, meinte Gemeindevertreter Volker Ebert. Dass der Etat nicht ausgeglichen ist, wird laut Volker Ebert auch auf lange Sicht so sein. Einsparungsmöglichkeiten sieht er vor allem im Verwaltungsapparat. Es gebe zu viele Verwaltungsmitarbeiter für die geringe Einwohnerzahl.
Zudem hoffen die Knorrendorfer, dass das Amt es den Gemeinden einfacher macht, die doppischen Haushalte zu durchblicken. „Der normale Gemeindevertreter, der das nebenbei in seiner Freizeit macht, ist damit überfordert“, sagte Bürgermeister Witt und winkte mit dem dicken Stapel Papier. Der Aufwand sei enorm und nicht zumutbar. Es müsse für die Kommunalpolitiker eine weniger umfangreiche Version mit den wichtigsten Posten geben, forderte er.dk

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