Herbert Mehl aus Malchin zu den Beiträgen in der „Mecklenburger Schweiz“ über dieGeruchsbelästigungdurch das Rapsveredelungswerk:
Ich kenne niemand, der nicht für den Erhalt von Arbeitsplätzen in Malchin wäre. Die Geruchsbelästigungen, denen wir Malchiner Bürger seit Bestehen des Rapsveredelungswerkes ausgesetzt sind, können jedoch nicht mit der Arbeitsplatzargumentation klein geredet werden. Seitens der Verantwortlichen, zu denen ich neben den Gesellschaftern und dem Betreiber auch die Stadtverwaltung und die Stadtvertretung zähle, muss doch endlich im Interesse aller Betroffenen der Besucher, Touristen etc. schnellstmöglich Abhilfe geschaffen werden. Aus DDR-Zeiten kannten wir die Geruchs- und Umweltverschmutzung unserer Stadt, verursacht durch die Kohleheizhäuser, Tierkörperverwertung und das Futterhefewerk. Heute haben wir jedoch die technologischen Voraussetzungen, um die Schad- und Geruchsstoffe auszufiltern und zu neutralisieren. In einer gleichen Anlage in Sterberg wurde im Jahr 2010 ein Biobeet in Betrieb genommen, wodurch die Geruchsbelästigung vollständig beseitigt wurde. Das Argument des Betreibers der Malchiner Anlage, ein Biobeet-Filter sei nicht finanzierbar, kann nicht das Primat haben. Ich möchte mich in meiner Heimatstadt nicht nur dann wohlfühlen, wenn die Winde aus westlicher Richtung wehen, sondern zu jeder Wetterlage und Jahreszeit. Ich erwarte deshalb von allen Verantwortlichen und Entscheidungsträgern eine zügige und saubere Lösung des Problems.