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Schaukämpfe verlocken zum Gespräch

VonThomas Koch

In voller Breite stellt der Diakonieverein Malchin sein Tätigkeitsfeld auf einem Aktionstag vor.

Malchin.Wenn er anderen seine Arbeit vorstellt, dann soll das möglichst aktionsgeladen und anschaulich geschehen. Flyer und Plakate sind zwar eine ganz nützliche und informative Angelegenheit, aber er sei ein Mann der Tat und vermittle seine Inhalte viel lieber in der Praxis. Michael Schmidt weiß, wovon er spricht. Der junge Mann ist seit vier Jahren Streetworker beim Sozialwerk der Malchiner Freikirche. Von seiner Arbeit nehmen – abgesehen von den jungen Leuten, mit denen er tagtäglich zu tun hat – sicherlich nicht allzu viele Leute etwas wahr. Um genau dies zu ändern, hatten am Samstag zahlreiche Einrichtungen und Organisationen, die allesamt zur Diakonie gehören, zu einem Informationstag vor der Malchiner Sankt Johanniskirche eingeladen. Michael Schmidt war dabei einer der Protagonisten. Einen Informationsstand hatte er nicht aufgebaut. Dafür aber auf der Rasenfläche mehrere große Sportmatten ausgelegt. Seinem vor allem jungen Publikum vermittelte er hier die Techniken des fairen Kämpfens und kam dabei natürlich auch mit vielen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ins Gespräch.
Zum ersten Mal überhaupt hatten sich die diakonischen Einrichtungen der Region in Malchin auf diese Art der Öffentlichkeit präsentiert. „Es gibt Kindergärten, Altenheime, Sozialstationen – alle unter dem Dach der Diakonie. Das wissen viele Menschen nicht. Um unsere Einrichtungen vorzustellen, haben wir diesen Aktionstag organisiert“, erzählt Karl Heinz Schlag, bei der Güstrower Diakonie verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit. Mit Chefärzten und Schwestern war der Stand des Malchiner Krankenhauses besetzt. Hier gehörte Christiane Lange zu den Ansprechpartnerinnen. Diese Frau arbeitet nicht nur im Krankenhaus, sie lebt das Krankenhaus. Das war bei den vielen Gesprächen, die sie am Sonnabend führte immer wieder zu spüren. Seit
27 Jahren ist sie hier beschäftigt, hat hier ihre Krankenschwester-Ausbildung absolviert und rührte am Wochenende mit ihrer offenen Art immer wieder die Werbetrommel für das Haus.
Zu den Frauen, die mehr im Hintergrund arbeiten, gehören Ute Tempke und Jana Nieß. Die beiden Damen sind in der Verwaltung der Diakonie in der Malchiner WalterBlockStraße beschäftigt. Dass hier sechzehn Beschäftigte insgesamt sechzehn diakonische Einrichtungen in der Region verwalten, das war für viele Gäste am vergangenen Wochenende auch eine Neuigkeit. Und natürlich kamen an ihrem Ehrentag auch die Kinder nicht zu kurz. Am Stand des Malchiner JohannesKindergartens – auch er firmiert im Zeichen der Diakonie – konnten sie malen, basteln und mit dem Fußball die Löcher in der Torwand anvisieren.

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