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Schildbürger suchen nach neuen Ideen für die Bühne

Der Teterower Hecht – Symbol für das Schilda des Nordens. Uwe-Michael Roeder vom Heimatbund Teterow lässt es sich nicht nehmen, ihn im Umzug zum Hechtfest zu tragen.  FOTO: Nordkurierarchiv
Der Teterower Hecht – Symbol für das Schilda des Nordens. Uwe-Michael Roeder vom Heimatbund Teterow lässt es sich nicht nehmen, ihn im Umzug zum Hechtfest zu tragen. FOTO: Nordkurierarchiv

Von unserem Redaktionsmitglied
Simone Pagenkopf

Einfach ist es nicht, das Programm fürs Teterower Hechtfest auf die Beine zu stellen. Ein erster Entwurf liegt vor. Das Spiel aber ist abgesagt.

Teterow.Es ist ein kapitaler Hecht, mit dem das kleine Städtchen im Herzen der Mecklenburgischen Schweiz Furore macht. Und der Teterow denn auch einen Beinamen verpasste: „Schilda des Nordens. In einem Monat steht der Hecht mit seiner Glocke einmal mehr im Mittelpunkt. Am 11. und 12. Mai findet das traditionelle Hechtfest statt, und zwar bereits in seiner 24. Auflage.
Für Ilse Koch, Vorsitzende des Heimatbundes und der Interessengemeinschaft Hechtfest, läuft die heiße Phase der Vorbereitung an. „Das ist diesmal eine schwierige Geburt“, verhehlt sie nicht. Das Problem: Es wird kein Schildbürgerspiel auf dem Markt geben. Das Ensemble des THUSCH hat abgesagt. Nach dem Abschied der Spielergruppe um Hartmut Rachow hatten Katrin S. Geppert-Hellmann und ihr Mann Reinhard Hellmann mit Laiendarstellern aus Teterow und Umgebung in den zurückliegenden drei Jahren „Die Bürger von Weißnichtwo“ auf die Hechtfest-Bühne gebracht. In dieser Art und Weise wollten die Akteure aber nicht mehr weitermachen. Eine Alternative fand sich nicht. „Wir können auch keine großen Sprünge machen“, hat Ilse Koch die zur Verfügung stehenden Finanzen im Visier. „Vielleicht gibt‘s ja noch eine Gelddruckmaschine ...“ Oder eben noch mehr Sponsoren. Eine Blaskapelle würde die Cheforganisatorin des Teterower Heimatfestes gern noch herholen.
Komplett steht das Programm für das Wochenende vor Pfingsten noch nicht, ein erster Entwurf liegt vor. Klar ist, dass Bürgermeister Reinhard Dettmann das 24. Hechtfest am Sonnabend Glockenschlag 11 diesmal auf dem Schulkamp eröffnen wird. Dann ist der erste feierliche Akt bereits vollzogen – die Verleihung des Hechtordens für Verdienste um Teterow. Es sind wieder so einige Vorschläge eingegangen, drei Hechtorden werden in diesem Jahr verliehen.
Das Programm auf dem Schulkamp gestalten wieder Kinder und Jugendliche aus Teterow mit. Die Dancing Kids haben sich angemeldet sowie Schüler aus der Regionalschule mit Western- und Showdance. Die Gruppe FolkTet der Musikschule unter Leitung von Gernot Fischer musiziert. Natürlich fehlt auch das Schalmeienorchester nicht, um nur einige zu nennen. Die Dabeler Müllerburschen sowie Lui und Fiete sorgen für Stimmung up hoch un platt. Speziell Kinder können sich auf ritterliche Spiele freuen. Und natürlich gehören auch 2013 der Tanzabend, ein Höhenfeuerwerk und der sonntägliche Festumzug zu den Höhepunkten.
Wie gesagt, im Entwurf liegt das Programm vor. Das heißt, dass sich Interessierte hier auch immer noch einbringen können. Gerade auch für den Festumzug kann man sich noch anmelden. Einfach zum Hörer greifen und Ilse Koch unter 03996 140740 anrufen oder auch eine Meldung mit Kontaktdaten in den Briefkasten der Interessengemeinschaft Hechtfest an der Stadtmühle stecken.
Indes lässt Ilse Koch auch das Schildbürgerspiel nicht los. In der Hechtfestgeschichte gab es ganz verschiedene Aufführungen. Da hatte zum Beispiel auch Peter Holze die Hechtgeschichte schon mal mit Kindern gespielt. Vielleicht sei ja auch das eine Möglichkeit für die Zukunft. In Schulen könnte sich quasi ein Hechtfestspiel-Projekt entwickeln. Oder es finden sich Interessierte, die zum Hechtfest eine Kombination aus Spiel und Musik auf die Bühne bringen. Da seien gar keine Grenzen gesetzt. Wer immer Ideen hat, ist bei der Interessengemeinschaft Hechtfest gern gesehen.

Kontakt zur Autorin
s.pagenkopf@nordkurier.de

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