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von Torsten Bengelsdorf
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Lange warten musste der Lichterfestverein in diesem Jahr nicht. Schon nach dem ersten Aufruf meldeten sich fünf junge Damen, die beim 15. Festwochenende rund um den Kummerower See nach der Königin-Krone greifen möchten. Eine mögliche Bewerberin ist zwar inzwischen wieder abgesprungen, doch trotzdem ist Vereinsvorsitzende Dorit Moritz ganz zufrieden. Immerhin war noch zu Jahresbeginn den potenziellen Kandidatinnen in Aussicht gestellt worden, professionell von der Miss Germany Corporation betreut zu werden. So mancher dachte da an den Beginn einer Model-Karriere. Doch die Zusammenarbeit mit dem Lichterfestverein kam nicht zustande.
Überhaupt tun sich die Veranstalter immer wieder recht schwer mit neuen Ideen. Wohl auch dafür erhielten sie in diesem Jahr von einer Festgemeinde die Quittung: Sommersdorf, ausgerechnet die Gemeinde, in der der Lichterfestverein seinen Sitz hat, macht erstmals nicht mehr mit.
„Wir hoffen natürlich, dass Sommersdorf im nächsten Jahr wieder mit dabei ist. Ich glaube nicht, dass dies in diesem Jahr zu einem großen Problem wird“, meint die Vereinsvorsitzende Moritz. Immerhin habe ja auch Neukalen schon einmal einige Jahre ausgesetzt und sich danach zu einem der verlässlichsten Lichterfest-Partner gemausert.
Am Konzept, in allen Anrainer-Gemeinden des Kummerower Sees an einem Wochenende gleichzeitig das Fest steigen zu lassen, will der Verein unbedingt festhalten. „Da ist ja die Idee des Festes, dass wir rund um den Kummerower See feiern wollen“, erklärt die Vorsitzende. Ob das aber künftig überhaupt noch funktionieren kann, ist eher ungewiss. „Die Frage ist, was sich die Kommunen künftig finanziell noch leisten können, um sich am Fest zu beteiligen“, gibt Dorit Moritz zu bedenken. Und sieht noch mehr Unwägbarkeiten: Die künftige Unterstützung vom Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gehört dazu. Den Landkreis Demmin, dem das Lichterfest stets ganz besonders am Herzen lag und der dafür sogar zeitweise einen eigenen Mitarbeiter abstellte, gibt es nicht mehr. Dass aber der neue Landkreis ebenso viel für die Party am Kummerower See übrig hat, gilt eher als unwahrscheinlich.
Schon gibt es warnende Stimmen, dass das Niveau der Feier kaum gehalten werden könnte, wenn dafür immer weniger Geld zur Verfügung steht. „Ich sehe da viele Hindernisse auf dem Weg“, meint zum Beispiel Karl-Heinz Graupmann (Die Linke), Bürgermeister in der Festspielgemeinde Dargun.
Auch die angekündigten höheren Gema-Gebühren bereiten dem Verein mittlerweile Kopfzerbrechen.
Trotzdem will der Verein auch in den nächsten Jahren ein Fest nicht nur für Einheimische, sondern auch für Urlauber in der Region auf die Beine stellen. „Wir wollen zeigen, dass wir es verstehen zu feiern“, so Dorit Moritz.
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