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Supermarkt-Roulette dreht sich in der Stadt Malchin

VonIris Diessner

Noch bis vor wenigen Wochen schien es so, als sei die Marcus-Stadt mit Lebensmittelgeschäften gut versorgt. Das Blatt hat sich zumindest für einen Stadtteil gewendet.

Malchin.Für die Leute am Zachow in Malchin sieht es in Zukunft nicht gut aus mit dem schnellen Einkauf. Zum Jahresende schließt nämlich der Sky-Markt seine Türen. Der Verbrauchermarkt in Malchin entspreche nicht mehr den Anforderungen der coop eG an einen modernen Sky-Verbrauchermarkt, heißt es von der coop-Pressestelle auf Nachfrage. Die etwa 15 dort beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ihre Kündigung bereits erhalten. An einen Neubau denke das Unternehmen nicht, denn der vorhandene „Einzelhandelsbesatz“ in Malchin biete dafür keine wirtschaftliche Grundlage, lässt coop weiter wissen. Im Klartext: In Malchin gibt es genug Verbrauchermärkte.
Das sieht manch Einwohner der Stadt allerdings ganz anders. Hat doch hier gerade Netto Marken Discount in der Wargentiner Straße seine Türen geschlossen. Sehr zur Überraschung vieler Malchiner. Hieß es doch noch im vergangenen Jahr, dass hier weiter eingekauft werden kann, bis der rote Netto in Malchin einen Neubau errichtet hat. Sogar eine Unterschriftensammlung hatte es gegeben, als der Markt bereits im vergangenen Jahr schließen sollte.
Von einem Neubau ist allerdings weit und breit nichts zu sehen. Ein Grundstück der Wohnungsgesellschaft Malchin (WOGEMA) in der Rudolf-Fritz-Straße wurde dafür schon einmal in Augenschein genommen. Dabei scheint es aber auch geblieben zu sein. WOGEMA-Chef Günter Busse jedenfalls hat zurzeit keinen Kontakt zum Discounter. „Natürlich würden wir unser Grundstück gern verkaufen, wenn es denn Baurecht dafür gibt“, sagt er. Der Discounter habe vor einiger Zeit mal eine Anfrage wegen der Zuwegung gehabt, aber dafür sei die WOGEMA nicht zuständig. Das ehemalige Domizil vom roten Netto in der Wargentiner Straße allerdings soll schon bald wieder Kunden zum Einkauf einladen. Der private Supermarkt der Familie Dickau aus der Bahnhofstraße wird hier einziehen. Das bestätigt Margarete Dickau. Das Geschäft werde aber ihre Tochter Aurica betreiben. Die Bewohner der Innenstadt wird es freuen, wenn ihnen diese Einkaufsmöglichkeit erhalten bleibt. Der alte „Treffpunkt“ in der Bahnhofstraße bleibe seinem Namen gerecht, erklärt Margarete Dickau. Hier werde ihre Tochter eine Kantine eröffnen.

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i.diessner@nordkurier.de

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