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Teterow: Sechs Wochen frei und keine Spur von Langeweile

VonSimone Pagenkopf

Neues entdecken, Freunde finden - das und mehr ist angesagt in den Ferien. Und dafür gibt es Partner.

Teterow.Noch ist Lernen angesagt, die Mädchen und Jungen stecken mitten im zweiten Schulhalbjahr. Was natürlich keinen hindert, erste Pläne für die Sommerferien zu schmieden.
Was Ferienfreizeiten in der Stadt Teterow betrifft, da will künftig das Lokale Bündnis für Familie ein Wörtchen mitreden als Koordinator. „Es ist doch schade, wenn sich gerade im Sommer die Angebote auf die erste oder die ersten beiden Wochen konzentrieren, wo es doch sechs Ferienwochen gibt“, meint Frank Luttmann. Er arbeitet im Bündnis für Familie mit und nutzte die jüngste Sitzung des Fachausschusses für Jugend, Senioren und Soziales, um auf ein Projekt des Lokalen Bündnisses aufmerksam zu machen. Alle, die sich in der Stadt für Kinder- und Jugendarbeit engagieren, sollen angesprochen werden. Es gehe um einen Überblick, was sie selbst in den Ferien auflegen, wo Unterstützung gebraucht wird, wo auch Kräfte gebündelt werden können. Für die diesjährigen Sommerferien stehen die Programme meist schon.
Im Herbst aber könnte sich das Bündnis vorstellen, zu starten. Es gibt das Lokale Bündnis für Familie in Teterow übrigens seit Mai vergangenen Jahres. Ansprechpartner ist Margarete Zwerg.
Indes macht der Landesjugendring auf den Ferienfonds „Kinder brauchen Ferien“ aufmerksam. Er soll Kindern bedürftiger Eltern Erholung ermöglichen. „Derzeit leben mehr als jedes vierte Kind in Mecklenburg-Vorpommern in Armut. Sie bekommen Hilfe in den notwendigsten Lebensbereichen. Aber Kinder benötigen mehr als nur das Notwendige“, sagt Christian Thönelt vom Landesjugendring. Und fügt hinzu: „Arm zu sein bedeutet für sie oftmals Verzicht auf selbstverständliche Erfahrungen wie Urlaub und Erholung, etwas Neues zu entdecken oder Gemeinschaft und Zusammenleben außerhalb der eigenen Familie zu erfahren und zu erleben. Die Jugendverbände, deren Interessengemeinschaft der Landesjugendring ist, haben beschlossen, diese Problemlage anzupacken und armen Kindern neue Perspektiven zu verschaffen.“ Entsprechende Anträge können Eltern jetzt bei gemeinnützigen Trägern von Ferienfreizeiten in M-V stellen, macht Christian Thönelt aufmerksam. Anspruch auf Förderung bestehe nicht. Die Konditionen und Antragsformulare stehen online bereit unter www.kinderbrauchenferien.inmv.de. Anregungen für Ferienfreizeiten erhalten Kinder und Eltern im Ferienkalender 2013 des Landesjugendrings M-V.

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