Februar 22, 2012
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Geschichte von Redaktion

Teterower schaffen am Teich ein Fleckchen für Schwäne

Aus dem Kommunalarchiv stammt diese Aufnahme vom Teterower Mühlenteich mit dem Schwanenhaus.[RS_CREDIT] REPRO: kommunalarchiv
Aus dem Kommunalarchiv stammt diese Aufnahme vom Teterower Mühlenteich mit dem Schwanenhaus.[RS_CREDIT] REPRO: kommunalarchiv
Von unserem Redaktionsmitglied
Simone Pagenkopf

Es ist zweifellos ein Schmuckstück in der Teterower Altstadt - das Ensemble am Mühlenteich, zu dem auch die Schwaneninsel gehört. Die Teterower hoffen, dass der Teich neu hergerichtet wird.

Teterow.Die Weichen sind gestellt. Der Teterower See soll saniert werden. Das Projekt zählt die Stadt zu den größten in diesem Jahr. Das kann sie aber auch nur, weil es zu hundert Prozent gefördert wird (der Nordkurier berichtete). In dem Zusammenhang hoffen die Teterower, dass auch am Mühlenteich Hand angelegt und er entschlammt wird. „Endlich, kann man sagen“, meint Hans-Jürgen Lange vom Heimatbund. „Denn dieses Schmuckstück der Altstadt bietet keinen schönen Anblick mehr.“ Seiner Funktion als Rückhaltebecken könne er nicht mehr voll gerecht werden. „Die letzte Entschlammung liegt inzwischen schon Jahrzehnte zurück. Auch die Umfassungsmauer wird mit instand gesetzt werden müssen und hoffentlich auch der Graben, der um die Schwaneninsel führt“, merkt Hans-Jürgen Lange an.
Gerade was die Schwaneninsel betrifft, wurde er beim Stöbern im Kommunalarchiv fündig. „So wie der Mühlenteich künstlich angelegt wurde, ist auch die Schwaneninsel von Hand angelegt worden“, berichtet er. In der „Teterower Zeitung“ hat er einen Bericht vom 31. März des Jahres 1904 entdeckt. Darin heißt es: „Endlich ist auch unseren Schwänen ein Fleckchen geschaffen, auf dem sie ungestört nisten und brüten können. Durch Anlegen eines breiten und hinreichend tiefen Grabens ist von dem Trockenplatze eine Insel abgetrennt, welche außer den auf ihr stehenden 4 Pappeln noch Neuanpflanzungen von Büschen aufweist. Der Zugang zu der Schwaneninsel ist durch eine hohe Drahteinfriedung abgesperrt. Hoffentlich werden die Tiere dieser freundlichen Einladung folgen und Wohnung auf der Insel nehmen.“
Ein Schwanenhäuschen auf der Insel gibt es inzwischen wohl auch schon an die 100 Jahre. Im Kommunalarchiv fand Hans-Jürgen Lange Fotos, die eine Kombination von Schwanenhaus und Taubenschlag zeigen. So sieht es hier heute nicht mehr aus. Mehrfach haben die Kommunaltechniker das Häuschen reparieren müssen. Als es dann nicht mehr ging, wurde vor etwa fünf Jahren ein neues Schwanenhaus hingesetzt. Das entstand übrigens in der Tischlerei der Kommunaltechnik. Schwäne gehören nach wie vor auf den Mühlenteich. Zum Nisten ziehen sie sich allerdings eher in Richtung Stadtpark zurück.
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