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Top-Noten: Gesamtschule bekommt Berufswahl-Siegel

VonEckhard Kruse

Die Jury schaut sich in der Stavenhagener Schule um. Lehrer stehen Rede und Antwort.

Stavenhagen.Am 19. Juni wird eine Abordnung der Reuterstädter Gesamtschule nach Schwerin aufbrechen. Dabei soll die Landeshauptstadt aber nicht touristisch erkundet werden. Die Schule wird dagegen eine Auszeichnung entgegen nehmen.
Genau genommen geht es um ein Siegel: Das „Berufswahlsiegel M-V“ für vorbildliche Berufsorientierung an Schulen. Es wurde der Gesamtschule von einer dreiköpfigen Jury zuerkannt. Sie informierte sich, wie die Schülerinnen und Schüler auf die Zeit nach dem Abschluss eingestimmt werden.
Für Schulleiter Lutz Trautmann ergeben sich hier ganz besondere Herausforderungen. Schließlich müsse die Berufsorientierung an einer Gesamtschule umfangreicher sein als an anderen Schulen. Denn hier könnten die Schüler die Abschlüsse Berufsreife, Mittlere Reife und Abitur wählen. Zudem gebe es an der Reuterstädter Gesamtschule das „Produktive Lernen“, bei dem Schüler mit mehr Praktika an den Schulabschluss herangeführt werden.
Die Jury-Mitglieder stellten Fragen und gaben zum Teil auch Hinweise, wo die Schule noch Reserven hat.Sie schauten auf die intensive Zusammenarbeit mit Unternehmen, Institutionen, Bildungsträgern und Eltern. Sie interessierten sich für die Möglichkeiten zu Praktika, für Exkursionen in Betriebe und für Schülerprojekte, die für die spätere Berufswahl wichtig sind. Und die Jury schätzte ein, wie wichtig den Schulen die Orientierung für Beruf und Studium insgesamt ist. Und nun teilte sie mit, dass die Schule das Siegel erhalten wird.
Das Siegel wird erstmals vergeben. Die Initiative stammt von der Vereinigung der Unternehmerverbände, von DGB, IHK, Handwerkskammern, der Bundesagentur für Arbeit und dem Bildungsministerium.

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