Do. 14. Juni 2012
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Tiere von Redaktion

Trio beäugt neue Weidegründe

Die tägliche Dusche lieben die Büffel und genießen das Nass sichtlich.  FOTO: Günterschulze
Die tägliche Dusche lieben die Büffel und genießen das Nass sichtlich. FOTO: Günterschulze
Von unserem RedaktionsmitgliedEberhard Rogmann

Fast ein Geburtstagsgeschenk: Im Haustierpark Lelkendorf werden kurz vor dessen 20. Gründungstag Wasserbüffel heimisch.

Lelkendorf.Diese Neuigkeit vermeldet Jürgen Günterschulze, Betreiber des Haustierparkes Lelkendorf, mit einer unüberhörbaren Prise Stolz: „Seit einigen Tagen können Besucher unseres Tierparks eine imposante Büffel-Familie bestaunen, die mit stoischer Ruhe die Besucher an sich vorbeiziehen lässt.“ Es handelt sich dabei um die beiden vierjährigen Wasserbüffel Morris und Belinda sowie ihr letztjähriges Kalb Mara. „Die Tiere wurden uns von Frau Ulrike Beseler aus Mamerow übereignet, die mit der Haltung und Zucht aufgehört hat“, erläutert Dr. Günterschulze. Das Vertraut-Machen der Neuankömmlinge hat der Experte für alte Haustierrassen zur Chefsache erklärt. Neben täglichen Leckerbissen steht vor allem zweimaliges Duschen mit dem Gartenschlauch auf dem Programm, was die drei Schwergewichte ohne Ende genießen. „Bis die drei Büffel beim neuen Besitzer handzahm sind, wird aber noch einige Zeit vergehen“, weiß der Fachmann.
Bei dem Trio handelt es sich um Europäische Haus-Wasserbüffel. Deren Hauptverbreitungsgebiet in Europa umfasst Ungarn, Italien, Rumänien und Bulgarien . „Ihre eigentliche Heimat ist aber Indien, Bangladesh, China, Südost-Asien, wo ihre Haustierwerdung (Domestikation) vor etwa 4000 Jahren aus dem wilden Wasserbüffel begann. Von der Wildform gibt es heute leider nur noch kleine Restbestände in Bhutan, Indien und Nepal, während die heute weltweit verbreiteten rund 150 Millionen Haus-Wasserbüffel zur Milch- und Fleischgewinnung, vor allem aber als Arbeitstier dienen“, verrät Jürgen Günterschulze.
Unterschieden werden die Büffel nach zwei Typen: Zum einen gibt es den Milchwasserbüffel (Murah-Typ), dessen Milch in Europa vor allem in Italien zur Mozzarella-Käse-Herstellung verwendet wird.
Nicht so sehr vom Wasser abhängig und trotz seiner tropischen Herkunft gut an das europäische Klima angepasst ist zum anderen den Flusswasserbüffel-Typ. „Er ist robust, genügsam, anspruchslos und kann neben minderwertigem Heu und Stroh auch Ampfer, Schilf, Brennnesseln und vieles andere mehr fressen“, weiß der Tierpark-Chef. Nach seinem Kenntnisstand gibt es auch in Deutschland immer mehr Büffelhaltungen. Bei 80 registrierten Zuchtbetrieben werden heute 1500 Haus-Wasserbüffel gezählt. Sie werden vor allem in der Landschaftspflege und zur Fleischproduktion verwendet.
Die Ankunft der Wasserbüffel ist für den Haustierpark überdies bedeutsam. Denn die Tiere avancieren zu einer ungeahnten Attraktion beim Tierparkfest. Am 24. Juni nämlich feiert der Haustierpark Lelkendorf seinen 20. Geburtstag.

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