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UFO verwirrt Urlauberin im Rathaus-Turm

Pilot Jonathan Ulmer mit dem außergewöhnlichen Fluggerät. Zwei Tage lang soll die Drohne Luftaufnahmen von Malchin drehen, die dann zu einem neuen Image-Film zusammengestellt werden. [KT_CREDIT] FOTO: Thomas Koch
Pilot Jonathan Ulmer mit dem außergewöhnlichen Fluggerät. Zwei Tage lang soll die Drohne Luftaufnahmen von Malchin drehen, die dann zu einem neuen Image-Film zusammengestellt werden. [KT_CREDIT] FOTO: Thomas Koch

Die Stadt Malchin lässt eine Drohne steigen und verspricht sich davon Filmaufnahmen, die es noch nie gegeben hat.

Malchin.Einen schönen Blick auf Malchin und die Mecklenburgische Schweiz – den wollte Eveline Berg genießen, als sie die Stufen zur Aussichtsplattform des Malchiner Rathauses hinaufgestiegen war. Und dann das. Um den Turm des Rathauses schwirrte ein Objekt herum, von dem die Berlinerin so ganz und gar nicht wusste, was sie davon halten soll. Ganz aufgeregt verfolgte sie, wie das Fluggerät immer wieder den Turm umkreiste, Richtung Kirche und Altstadt flog und dann wieder zum Rathaus zurückkehrte. Was ist hier los, fragte sie sich. Erst als sie ganz aufgeregt wieder auf dem Marktplatz stand, gab es die Aufklärung. Bei Eveline Bergs Beobachtung handelte es sich keineswegs um ein UFO, sondern um die so genannte Drohne, die am Mittwoch zum ersten Mal in den Malchiner Himmel aufstieg.
Die Drohne – das ist ein kleines Fluggerät, auf dem eine Kamera installiert ist. Und die lieferte Luftaufnahmen – sowohl im Video als auch im Bild – wie es sie von der Stadt Malchin bis dahin noch nicht gegeben hat.
Unterwegs ist die Drohne im Auftrag der städtischen Wirtschaftsförderung (der Nordkurier berichtete). Gedreht werden soll ein zirka drei Minuten langer Film, in dem die Stadt, die Gewerbe- und Industriegebiete und die Häfen Malchins vorgestellt werden. Und das aus einer völlig neuen Perspektive. „Wir wollen Malchin vorstellen und auf freie Gewerbeflächen hinweisen und für Ansiedlungen werben“, sagt Wirtschaftsförderer Reinhard Dorn.
Er war den ganzen Tag über mit Jonathan Ulmer unterwegs. Der junge Mann aus Essen steuerte die Drohne durch die Malchiner Lüfte. Herausgekommen sind dabei schon einmal Aufnahmen von der Kirche, vom Rathaus, vom Industrieareal an der Scharpzower Scheide und von der Altstadt. Mit Genehmigung von Pastor Thomas Waack durfte Ulmer die Drohne sogar in der Johannis Kirche aufsteigen lassen.
„Das sind phänomenale Aufnahmen“, war Reinhard Dorn begeistert. Heute ist noch einmal Drehtag – dann sind die Aufnahmen abgeschlossen. Dorn rechnet damit, dass der geschnittene Film zirka in vier Wochen vorgestellt werden kann. Er kann sich die Premiere in der nächsten Sitzung der Malchiner Stadtvertretung vorstellen. Zu sehen sein soll der Film dann auch auf der Internetseite der Stadt.tko

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