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Verein steuert Kauf der Ziddorfer Wassermühle an

Die Vereinsmitglieder hoffen, dass sie Wassermühle und Park bald ihr Eigen nennen können.  FOTO: Simone Pagenkopf
Die Vereinsmitglieder hoffen, dass sie Wassermühle und Park bald ihr Eigen nennen können. FOTO: Simone Pagenkopf

VonSimone Pagenkopf

Noch warten die großen Pläne in der Schublade: Denn die Gemeinde muss erst grünes Licht geben. Zur Bank geht es aber trotzdem.

Ziddorf.Ihr Entschluss steht fest: Die Mitglieder des Vereins Wassermühle wollen die Mühle in Ziddorf samt umliegendem Areal kaufen. Gerade wurde auf der Mitgliederversammlung der entsprechende Beschluss gefasst. Grundlage sei das Wertgutachten, das die Gemeinde Dahmen in Auftrag gab (der Nordkurier berichtete).
„Als Vorstand wurden wir jetzt beauftragt, Verhandlungen mit der Bank aufzunehmen, um die Finanzierung kurzfristig zusammenzustellen“, sagt Andreas Schröder, stellvertretender Vereinsvorsitzender. „Wir wollen nun endlich Nägel mit Köpfen machen.“ Der Gedanke, das Mühlenareal komplett in eigene Regie zu nehmen, reift im Mühlenverein schon seit Längerem. Bereits seit 1994 bewirtschaftet er das Gelände.
Im Oktober hatten dann die Dahmener Gemeindevertreter beschlossen, sich von dem Objekt zu trennen. „Wir hatten also Zeit, uns gut auf eine Übernahme vorzubereiten“, bemerkt Andreas Schröder und verweist auf eine Konzeption zur Entwicklung der Wassermühle, die der Vorstand erarbeitet hat. Danach soll die Mühle mit dem dazugehörigen Park zu „einem Ort der Kunst und Kultur und einem touristischen Highlight der Mecklenburgischen Schweiz“ ausgebaut werden.
Auch Umweltprojekte für Kinder und Jugendliche sind geplant. Das Erste ist bereits angeschoben. Es ist die „Bienenweide“, die vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt gefördert wird. Dazu haben sich die Mitglieder des Wassermühle-Vereins die Teterower Imker mit ins Boot geholt. Sie helfen nicht nur bei der Auswahl der Pflanzen für die Bienenweide, sondern auch beim Aufbau einer kleinen Schauimkerei und bringen natürlich die Bienenvölker nach Ziddorf. Mädchen und Jungen aus der Teterower Förderschule arbeiten in dem Projekt bereits aktiv mit. Andreas Schröder ist zuversichtlich. Verhehlt aber auch nicht, dass auf den Verein viel Arbeit zukommt, wenn die Gemeinde ihm den Kaufzuschlag erteilt. Es sei nämlich auch baulich einiges zu tun.

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s.pagenkopf@nordkurier.de

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