
| Verkehr |
von Redaktion
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Nur mit größter Vorsicht lenkt Ulrich Liescher sein Auto über das Eis. Bis zu 20 Zentimeter hoch ist der Eispanzer auf der Asphaltpiste. Dazu kommt das nicht unbeträchtliche Gefälle. Obendrein taut die Oberfläche, was dazu führt, dass es hier besonders glatt ist. „Fast wie auf einem Gletscher“, findet der Landwirt.
Diese Gefahrenstelle am Verbindungsweg von Teschow nach Hohen Mistorf ist eine Folge des Sommerhochwassers. An der Auffahrt zum Silberberg war im Juli die Böschung abgerutscht. Die Straße wurde wieder frei geschoben, doch der Straßengraben blieb verschüttet. Jetzt kann das Schmelzwasser nicht ablaufen und ergießt sich über die Fahrbahn.
Eine Leserin aus Hohen Mistorf hatte auf die Gefahrenquelle aufmerksam gemacht und vor fatalen Folgen gewarnt. Die Stadt hat gestern Mittag die Straße vorerst gesperrt. Wie Stadtrat Uwe Rethmeyer bekundete, sei hier Nacharbeit vonnöten, die nach der Frostperiode erfolgen werde. Ansonsten lief der Verkehr auf den Straßen der Region normal. Glättebedingte Unfälle verzeichnete die Polizei nicht.
Die Mitarbeiter des Malchiner Stadtbauhofes waren seit 5 Uhr im Kampf gegen die Glätte im Einsatz. „Gerade in unseren Ortslagen war es nicht so einfach“, berichtete Bernd Dummer. In Retzow sei es zum Beispiel sehr glatt gewesen. Auch in Hagensruhm musste tüchtig gestreut werden. Mancher hatte offensichtlich die Warnungen vor der überfrierenden Nässe nicht ganz ernst genommen und landete auf dem Allerwertesten. Die Stürze gingen aber glimpflich ab, wie es hieß. Aus der Notaufnahme des Malchiner Krankenhauses wurden jedenfalls keine Glätte-Unfälle gemeldet.
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