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Verlierer kauft 20 Feuerwehrhelme

Martin Hofmann und Mirko Kizina wollen ein Mopedrennen für die Kinderwehr starten, die von Susann Skalla und Danilo Hübscher (von rechts) betreut wird.  FOTO: E. Kruse
Martin Hofmann und Mirko Kizina wollen ein Mopedrennen für die Kinderwehr starten, die von Susann Skalla und Danilo Hübscher (von rechts) betreut wird. FOTO: E. Kruse

VonEckhard Kruse

Zu einem verrückten Moped-Rennen durch den Osten wollen sich zwei Stavenhagener aufmachen.

Stavenhagen.Wie kommt die Jugendwehr zu neuen Helmen? Um solche und viele andere Fragen kümmern sich Susann Skalla und Danilo Hübscher, die in Stavenhagen vor allem die jüngsten Brandschützer im Alter unter zehn Jahren betreuen. Zehn Kinder haben sie mittlerweile um sich geschart. Außerdem bereiten sich acht Jugendliche Jahr um Jahr auf den aktiven Dienst bei der Feuerwehr vor. Weil da immer wieder neue Feuerwehr-Klamotten gebraucht werden, kamen die beiden Stavenhagener auf eine etwas andere Idee. Bei Martin Hofmann und Mirko Kizina fragten sie im Eiscafé Fritz am Markt nach. Denn die beiden sind seit ein paar Jahren bekannt für ihre actionreichen Unternehmungen und ihre verrückten Ideen.
Nach ihrer Afrika-Jeep-Tour im vergangenen Jahr zugunsten von Hilfseinrichtungen fackelten Hofmann und Kizina auch gar nicht lange. Gemeinsam schmiedeten sie den Plan von einem Mopedrennen von Zittau (Sachsen) bis nach Stavenhagen. Das sind laut Routenplaner 462 Kilometer, auf Nebenstraßen vielleicht etwas mehr. „Das ist so ziemlich die längste Strecke, die man in den neuen Bundesländern bis nach Stavenhagen fahren kann“, erläutert Martin Hofmann. Wer die Wettfahrt verliert, sponsert für die Kinder zwanzig Feuerwehrhelme. Die kosten rund 600 Euro.
Zwei SR 2 haben die beiden schon über das Internet erworben. Baujahr jeweils um 1960. Sie warten darauf, dass sie noch einmal durchgecheckt und dann am 13. oder 14. Mai durchgestartet werden. Wer vom Startpunkt Zittau alle vorgeschriebenen Haltepunkte passiert, per Foto markiert hat und dann nach einer Übernachtung als Erster in der Reuterstadt ankommt, der muss nichts weiter tun. Denn der Unterlegene muss die 20 Feuerwehrhelme für die Kinder und Jugendlichen aus eigener Tasche bezahlen.
Deswegen sind Martin Hofmann und Mirko Kizina auch bemüht, möglichst viele Sponsoren zu bekommen, damit das Loch im eigenen Portemonnaie nicht all zu groß wird. Wer einen der beiden Fahrer zugunsten der Jugendwehr unterstützen will, kann sich ans Café Fritz in Stavenhagen wenden.
Wieso haben die beiden aber so ein großes Herz für die Feuerwehrjugend? „Ich war selbst für 14 Jahre in der Feuerwehr aktiv“, erzählt Mirko Kizina. Deswegen sei es für ihn eine Ehrensache, die Kinder und Jugendlichen zu unterstützen.

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e.kruse@nordkurier.de

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